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Werder (Havel) Kritik an geplanten Fällungen an der L90
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Kritik an geplanten Fällungen an der L90
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18:10 27.07.2018
Die Phöbener Straße in Werder soll ausgebaut werden. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brandenburg kritisiert den geplanten Ausbau der L 90 zwischen Phöben und Werder. Konkret sprechen sich die Naturschützer dagegen aus, dass 81 Alleebäume entlang der Trasse gefällt werden (MAZ berichtete). Nur 32 Bäume sollen stehen bleiben. Da die Straße im Schutzbereich „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ liegt, wäre eine Befreiung von den Verboten im Landschaftsschutzgebiet erforderlich. Bei der Unteren Naturschutzbehörde hat der BUND dagegen Einwendung eingelegt, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. „Es handelt sich um Spitzahornbäume, die noch vollkommen vital sind. Bei entsprechenden Baumschutzmaßnahmen während der Bauarbeiten können die Alleebäume problemlos überstehen“, sagt Naturschutzreferent Axel Heinzel-Berndt. Verschiedene Vogelarten wie Stieglitz, Elster, Grünfink, Kohlmeise oder Ringeltaube würden in den Bäumen brüten. Zudem fehle noch die Genehmigung des Landesbetriebs Forst für die Straßensanierung.

Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung beim Landesstraßenbetrieb, hatte dem Werderaner Bauausschuss erklärt, dass einige Bäume hinsichtlich der Verkehrssicherheit ohnehin nur noch wenige Jahre stehen könnten. Ersatz soll zwischen Kreisverkehr und Otto-Lilienthal-Straße auf der Havelauen-Seite gepflanzt werden. Im März kommenden Jahres soll der Ausbau der Phöbener Straße beginnen. Bereits Ende dieses sollen die Bäume gefällt werden.

Von Luise Fröhlich