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Werder (Havel) Neue Kita-Satzung entlastet viele Werderaner Eltern
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Neue Kita-Satzung entlastet viele Werderaner Eltern
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00:29 22.11.2018
Für die Kinder nur das Beste: Die neue Satzung ab Januar 2019 entlastet vor allem Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener.
Für die Kinder nur das Beste: Die neue Satzung ab Januar 2019 entlastet vor allem Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener. Quelle: Foto: Luise Fröhlich
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Werder

Werderaner Mütter und Väter können aufatmen: Ab dem 1. Januar 2019 rund 80 Prozent der Eltern in Werder – zusätzlich zum beitragsfreien Kitajahr – bei der Kinderbetreuung finanziell entlastet werden. Der Hauptausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die neue Kitabeitragssatzung befürwortet. Mit großer Mehrheit wurde zudem eine von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Beitragsstaffelung befürwortet. Die Beiträge liegen demnach zwischen 14 und maximal 315 Euro und richten sich nach dem Nettogehalt der Eltern, der Zahl der Kinder und der Betreuungszeit.

Der neuen Beitragsstaffelung zufolge werden besonders Geringverdiener und Eltern mit mehreren Kindern zum Teil deutlich entlastet. Dafür sollen Familien mit gutem, mittlerem und hohem Einkommen, die ein Kind haben, etwas höhere Beiträge zahlen. Bis Ende 2019 gilt eine Übergangsregelung, laut der die monatliche Mehrbelastung 40 Euro nicht überschreiten soll. Freie Träger können die neue Beitragsordnung übernehmen.

Die Kitabeitragssatzung ist mit diesen und weiteren Neuregelungen den aktuellen rechtlichen Anforderungen angepasst worden. Insgesamt werde die Stadt aus den Kitabeiträgen – gemessen an den Vorjahren – etwa dieselben Einnahmen erzielen wie mit der alten Satzung, betonte Werders 1. Beigeordneter Christian Große (CDU). Wie bisher werde sich die Stadt selbst an der Kitafinanzierung beteiligen. So seien in den Jahren 2010 bis 2017 rund 13 Millionen Euro aus dem Haushalt in die kommunalen Kitas geflossen. „Die Stadt wird ihre Kitas weiter mit jährlich ein bis zwei Millionen Euro bezuschussen und damit in die Zukunft unserer kinderfreundlichen Stadt investieren“, so Christian Große. Hinzu kämen die Zuschüsse für die Kitas in freier Trägerschaft gemäß der gesetzlichen Verpflichtungen.

Die Werderaner Elternvertreter zeigen sich mit der Überarbeitung zufrieden. „Die künftige Satzung ist gerecht, was die aktuelle definitiv nicht ist. Es wird nun auch wertgeschätzt, wenn man mehrere Kinder hat“, erklärte Elternvertreterin Doreen Recknagel. Im Februar hatten die Elternvertreter einen Brief mit neun Wünschen an Werders Vize-Chef Christian Große geschickt – unter anderem hatten sie sich für flexiblere Betreuungszeiten eingesetzt und dafür, einkommensschwache Familien zu entlasten (MAZ berichtete). „Wenn es so durchgeht, können Eltern auch Stunden dazubuchen. Für die Flexibilität der Eltern ist das ein großes Plus zu fairen Preisen“, so Doreen Recknagel.

Die neue Beitragssatzung ist in einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der Elternschaft, der Stadtverordnetenversammlung, der Stadtverwaltung und des Landratsamtes entstanden. Auch die freien Träger wurden beteiligt. Die Elternschaft hatte eine alternative Beitragsstaffelung vorgeschlagen, die im Hauptausschuss keine Mehrheit gefunden hat. Abschließend entscheiden die Stadtverordneten am 13. Dezember.

Von MAZ Online