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Werder (Havel) Wohnanlage für Senioren eröffnet am 1. August
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Wohnanlage für Senioren eröffnet am 1. August
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19:09 21.06.2018
Alexander Winde und Joachim Hartmann (v.l.) bei der Vor-Eröffnung der Seniorenwohnanlage An den Hainbuchen in den Havelauen. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Zwischen verlässlicher Pflege und schönem Wohnen liegt das, was die neue Seniorenwohnanlage in der Straße An den Hainbuchen in Werder verspricht. Insgesamt bietet der Neubau 32 Wohneinheiten. 24 Senioren leben in je 24 Quadratmeter großen Appartements, in denen sie je nach Bedarf rund um die Uhr von dem ambulanten und frisch gegründeten Pflegedienst „Care Vita“ betreut werden. In den beiden oberen Etagen befinden sich acht barrierefreie Wohnungen, die bereits alle vermietet sind, sagte Projektleiter Joachim Hartmann, Geschäftsführer der in Werder bekannten Firma Kahabe. Sie richten sich an diejenigen, die noch nicht vollumfänglich auf Pflege eingewiesen sind. „Die Appartements mit Wohnen und Pflege werden jetzt vergeben“, erklärte er. Am Donnerstag feierte man im Beisein von Baufirmen und Interessenten die Vor-Eröffnung der Anlage. Insgesamt wurden Hartmann zufolge 3,5 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Pflegedienste leiden unter Personalmangel

Am 1. August können die unterschiedlich großen Wohnungen in den Obergeschossen dann offiziell bezogen werden. Alexander Winde, Geschäftsführer von „Care Vita“ und der Grundstücksgesellschaft An den Hainbuchen, schätzt, dass bis dahin fünf bis zehn Bewohner in den Appartements im Erdgeschoss leben. „Wir bieten auch Probewohnen an, dafür gibt es einige Interessenten“, sagte er. In der Spitze sollen sich 25 Mitarbeiter der „Care Vita“ um die Bewohner kümmern. Tagsüber sinkt der Betreuungsschlüssel nicht unter 1:6 und nachts nicht unter 1:12. „Dadurch ist auch der Aspekt der Selbstbestimmtheit abgesichert. Denn jeder Bewohner soll das Tempo hier selbst vorgeben, das beginnt dabei, wann er oder sie aufstehen will“, erklärte Alexander Winde. Es sollen zu jeder Zeit genügend Mitarbeiter da sein, die die Senioren versorgen können. Ob oder welcher Pflegegrad vorhanden ist, spielt bei der Aufnahme keine Rolle: „Es darf jeder hier unterkommen und bis zum Schluss bleiben.“

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Bevor „Care Vita“ gegründet wurde, hatte Alexander Winde rund 40 Pflegedienste in der Umgebung angeschrieben und gefragt, ob sie die Pflegeleistungen in der Anlage übernehmen könnten. „Nur fünf haben uns überhaupt geantwortet“, berichtete er. Bei den meisten fehle es an Personal. Mit einem freiberuflichen Krankenpfleger und Joachim Hartmann entwarf er dann gemeinsam ein eigenes Konzept.

Von Luise Fröhlich