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Werder (Havel) Windräder: Ortsvorsteher fordern Unterstützung
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Windräder: Ortsvorsteher fordern Unterstützung
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21:17 25.09.2018
Ein Antrag auf 18 Windräder im Wald liegt dem Landesumweltamt vor. Quelle: P. Seeger/dpa
Bliesendorf

Bliesendorfs Ortsvorsteherin Eveline Kroll und Glindows Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (Freie Bürger) bitten um Unterstützung in Schwielowsee. In einem Offenen Brief fordern sie Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf, Windenergie in der Region abzulehnen. Sie beziehen sich auf den Antrag der Firma Notus, die 18 Windräder in der Bliesendorfer Heide errichten will (MAZ berichtete). Sieben Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 244 Metern und einer installierten Leistung von 4,2 Megawatt seien davon auf der Gemarkung Ferch geplant. „Die Aufstellung der Windkraftanlagen im größten Waldgebiet bei Werder (Havel) widerspricht dem gemeinsamen Ausbau des stärksten Wirtschaftsfaktors Tourismus beider staatlich anerkannter Erholungsorte“, lautet einer der sieben Argumente gegen Windkraft in der Bliesendorfer Heide. Ein anderer sieht die Nachbargemeinde in der Pflicht, die Interessen der betroffenen Bürger in Bliesendorf und Glindow zu beachten. Außerdem sprechen Kroll und Wilhelm die Brandgefahr an, die Windräder im Wald mit sich bringen. Die beiden Ortsvorsteher wünschen sich ein persönliches Gespräch zu dem Thema mit der Bürgermeisterin.

Kerstin Hoppe sieht indes wenig Spielraum für die Forderungen der Nachbarn. „Die Gemeinde Schwielowsee ist gesetzlich verpflichtet, der Nutzung von Grundstücken im Gemeindegebiet durch Windenergieanlagen substanziell Raum zu verschaffen“, sagte sie am Dienstag auf MAZ-Nachfrage. Der vom Gemeinderat beschlossenen Flächennutzungsplan (FNP) regele die Windkraftnutzung auch unabhängig vom unwirksamen Regionalplan. Andernfalls wäre der FNP unwirksam, erklärte die Verwaltungschefin. Aus Sicht von Eveline Kroll und Sigmar Wilhelm sei es angesichts des für unwirksam erklärten Regionalplans Havelland-Fläming durchaus möglich, den FNP anzupassen. Das sei derzeit aus den genannten Gründen aber nicht beabsichtigt, so Kerstin Hoppe.

Von Luise Fröhlich

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