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Werder (Havel) Neues Feuerwehrdepot soll Ende 2019 eröffnen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Neues Feuerwehrdepot soll Ende 2019 eröffnen
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18:22 22.10.2018
Feuerwehrleute, Stadtverordnete und Mitarbeiter der Verwaltung waren zur Übergabe des Bescheides in Plessow zusammen gekommen.
Feuerwehrleute, Stadtverordnete und Mitarbeiter der Verwaltung waren zur Übergabe des Bescheides in Plessow zusammen gekommen. Quelle: Luise Fröhlich
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Plessow

Für 1,1 Millionen Euro entsteht in Plessow ein neues Feuerwehrdepot. Anfang des kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten auf der 4300 Quadratmeter großen Fläche neben der Hausnummer 50 in der Hauptstraße beginnen. Das Land schießt 467.500 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP) hinzu, den Rest zahlt die Stadt. Am Montag hat Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Fördermittelbescheid an Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) übergeben. „Gerade das Beispiel Plessow zeigt, welche Bedeutung die Freiwilligen Feuerwehren nicht nur bei der Gefahrenabwehr, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen spielen“, sagte sie.

22. Oktober: Das Land unterstützt den Neubau eines Gerätehauses für die Plessower Feuerwehr mit 467 500 Euro. Insgesamt soll das Haus 1,1 Millionen Euro kosten. Quelle: Luise Fröhlich

Die Wehr des Ortsteils mit 318 Einwohnern zählt 25 aktive Mitglieder und erst am Wochenende kamen sieben Kameraden dazu, die ihre Ausbildung absolviert haben. Plessow bietet außerdem die größte Jugendabteilung der ganzen Stadt Werder (Havel) mit 22 Mitstreitern. Die Alters- und Ehrenabteilung kann weitere 14 Mitglieder vorweisen. Die Feuerwehrleute empfingen den Innenminister zahlreich und luden ihn als Dank zur Grundsteinlegung des Neubaus ein. Der Zweigeschosser wird eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, Sanitärräume, Umkleiden und einen Mehrzweckraum beherbergen. Der Bauantrag soll demnächst an den Landkreis gehen, sagte Werders 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU). Kommt die Genehmigung pünktlich, könnte das Feuerwehrdepot Ende 2019 eröffnet werden.

Förderverein will das alte Depot beziehen

Derzeit ist die Plessower Feuerwehr vorübergehend gegenüber im Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung untergebracht, sowohl mit ihrer Ausrüstung als auch mit dem Auto. Vor zwei Jahren hatte ein Brand ihr kleines Gerätehaus stark beschädigt (MAZ berichtete). Der Gesamtschaden lag laut Polizei damals bei mehreren tausend Euro. Warum und wie das Feuer ausgebrochen ist, blieb bis heute unklar. „Wir gehen von einem technischen Defekt aus“, erklärte Christian Große auf Nachfrage. Das alte Feuerwehrhaus besteht aus einem Mannschaftsraum und einer kleinen Halle, in dem das Auto stand. Der Feuerwehrförder- und Heimatverein Plessow-Neu Plötzin will das Gebäude wieder fit machen und es als Vereinsheim nutzen. Auf dem großen Grundstück könnten weiterhin Ausbildungen und Wettkämpfe stattfinden, verriet Vorstandsmitglied Mario Horchler.

So sieht das neue Feuerwehrdepot für Plessow auf dem Entwurf aus. Quelle: Luise Fröhlich

Für Ortsvorsteher Dirk Lutze war das alte Feuerwehrdepot die größte Baustelle in Plessow. „Ich sehe den Neubau als Beweis dafür, dass die Stadt die Ortsteile adäquat fördert und hoffe, dass daran angeschlossen wird“, sagte er. Tatsächlich können sich die Feuerwehrleute nicht nur über das neue Depot freuen, sondern auch über ein neues Löschfahrzeug, das sie 2019 bekommen sollen. Mehr als 200.000 Euro fließen dafür aus der Stadtkasse. Perspektivisch soll auch ein Mannschaftstransportwagen angeschafft werden.

Sanierungen in Derwitz und Glindow geplant

Aus dem Fördertopfdes Kommunalen Infrastrukturprogramms unterstützt das Land Feuerwehren in Brandenburg bis 2019 mit insgesamt 35 Millionen Euro. Innenminister Schröter dankte den Freiwilligen erneut für ihre ständige Einsatzbereitschaft.

Die Stadt Werderinvestiert bis 2020 mehr als zwei Millionen Euro in neue Feuerwehrfahrzeuge. In den kommenden zwei Jahren sind außerdem Umbau- und Sanierungsarbeiten in den Gerätehäusern in Derwitz und Glindow geplant, bei denen sie auch auf die Unterstützung des Landes zählt.

Von Luise Fröhlich