Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Werder (Havel) Warum die Seesauna noch nicht beantragt ist
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Warum die Seesauna noch nicht beantragt ist
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:01 25.01.2019
Visualisierung zur Havel-Therme in Werder, hier der Thermenbereich. Quelle: Schauer&Co
Werder

Die Seesauna der Werderaner Havel-Therme hat am Donnerstagabend für Diskussionen im Badausschuss gesorgt. Grund dafür war die Frage, warum für das Alleinstellungsmerkmal, das maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit des ganzen Projektes beitragen soll, noch kein Bauantrag gestellt wurde. Laut Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) dauern die Gespräche zum Bau des Steges in dem sensiblen Uferbereich mit der Naturschutzbehörde noch an. „Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man damit umgeht“, sagte sie. Welche es wird, stehe noch nicht fest.

Stefan Kulczak, Geschäftsführer der Firma PST, die die Fertigstellung der Therme steuert und überwacht, erklärte, warum der Bauantrag für die Therme trotzdem schon eingereicht wurde: „Was sicher genehmigungsfähig ist, sollte schnell beantragt werden. Diffizilire Sachen, zu denen noch Absprachen nötig sind, sollten das Ganze nicht blockieren.“

Ergänzung zum eigentlichen Badprojekt

Anja Spiegel (SPD) zeigte sich verwundert darüber, dass die Seesauna noch nicht Teil der Bauanträge ist: „So einen wichtigen Teil nicht einzubringen, ist nicht gut. Wenn wir das nicht genehmigt kriegen, kann sich das sehr negativ auswirken.“ Zudem wäre der Bauantrag ohne Seesauna noch nicht vertragskonform, kritisierte Anja Spiegel. Manuela Saß stellte nach der Sitzung klar, dass die Seesauna im Angebot und im darauf basierenden Vertrag eine Ergänzung zum eigentlichen Badprojekt darstellt, aber nicht zum zwingenden Bausoll gehört. „Wir wünschen uns die Seesauna als Attraktivitätsgewinn für die neue Therme und arbeiten an der Genehmigung. Das neue Bad kann aber auch ohne Seesauna eröffnet werden“, sagte sie.

Beginnen könnten die Bauarbeiten an der Therme Stefan Kulczak zufolge im März, vorausgesetzt die Genehmigung kommt pünktlich. Einen separaten Bauantrag braucht auch der Parkplatz. Er soll noch in diesem Monat verschickt werden. Derzeit seien vor allem Fachplaner und Schwimmbad-Experten auf der Baustelle unterwegs. Mit Blick auf die im Dezember und damit zwei Monate vor der gesetzten Frist eingereichten Bauanträge konnte Stefan Kulczak bestätigen, dass die Kubaturen, alle Wasserflächen, die Ausstattung und die Infrastruktur vertragskonform eingeplant wurden. Im Vergleich zur Baugenehmigung der Blütentherme aus dem Jahr 2012 und den vorhandenen Becken und Einbauten hat der künftige Betreiber Schauer und Co. leichte Veränderungen vorgenommen. Im Sportbereich soll es etwa getrennte Umkleiden für die Schüler geben, im Familienbereich ist ein Aufbau am Rutschenturm vorgesehen und im Thermenbereich gestaltete der Betreiber den Gastronomieteil neu. Anders sollen auch Außenbereich der Sauna und die Trockenbar aussehen. Für den Fitness- und Spabereich sowie weitere Außensaunen plant der Betreiber auf eigene Kosten einen Aufbau auf dem Dachgeschoss. Dieses Areal gehört nicht zu den Verträgen, die Schauer und Co. und die Stadt geschlossen haben.

Grob geschätzt 800 00 Euro ausgegeben

Ganz aktuell forderte das Bauamt Details und Prüfberichte zum Thema Standsicherheit, Brandschutz, Wärmeschutz und Energieeinsparung an, die im Bauantrag fehlten. Schauer soll die aktualisierten Gutachten nachreichen. „Bislang wurde noch keine Rechnung an die Stadt gestellt“, sagte Stefan Kulczak. Der Ingenieur schätzt, dass der Betreiber bislang grob 800.000 Euro ausgegeben hat.

Die Controller des Ingenieurbüros PST werden bei jeder kommenden regulären Badausschusssitzung über den aktuellen Stand auf der Baustelle und in den Akten berichten – ausgenommen über Vertragsinhalte, die weiterhin im nicht öffentlichen Teil beraten werden. Die nächsten Badausschuss-Treffen sind für den 4. April, 8. August und 30. Oktober geplant. Sondersitzungen finden nach Bedarf statt.

.

Von Luise Fröhlich

Chang-Ok Han hat neun Künstler aus Werder, Potsdam und Berlin für eine gemeinsame Kunstaktion im Einkaufszentrum Werderpark zusammengetrommelt. Die Idee schwirrte ihr schon lange im Kopf herum.

24.01.2019

Die beliebte Seminarreihe „Wie Werder wuchs“ an der Kreisvolkshochschule wird im Frühjahr in einem größeren Raum fortgesetzt. Wer also beim ersten Teil keinen Platz bekommen hat, könnte es jetzt noch einmal probieren.

24.01.2019

Die Bäckerei Kirstein mit Hauptsitz in Rädel ist Trägerin der Auszeichnung „Goldene Brezel“. Verliehen wird sie alle zwei Jahre vom Landesverband der Bäcker und Konditoren an Innungsbetriebe.

23.01.2019