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Werder (Havel) So schön war das Fährfest in Caputh
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) So schön war das Fährfest in Caputh
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13:32 11.08.2019
Die Wasserski-Show ist für viele beim Fährfest das Highlight. Quelle: Maria Parussel
Caputh

Fährmann Karsten Grunow ist auch im 17. Jahr des Fährfestes in Caputh noch immer aufgeregt. „Wir befördern hier Menschen. Das darf man nie vergessen und muss immer extrem aufmerksam sein.“ Und obwohl oder gerade weil dies hier in gewissem Sinne „sein Fest“ ist, lässt er es sich am Samstag nicht nehmen, die Tussy 2 selbst zu führen. Etwa 50 Fahrten werden es am Ende des Tages sein.

Dass aus diesem etwas „größeren Familienfest“ von 2003 eine solch große Veranstaltung werden würde, damit hat Grunow nie gerechnet. Heute kommen Tausende an das Caputher Gemünde. Janette Ney ist mit ihrem Sohn Mika aus Potsdam nach Caputh gekommen. Sie ist das erste Mal auf dem Fest und hat es ausgewählt, weil sie mit Mika einen abwechslungsreichen Tag verbringen wollte. Mika bewundert vor allem die Wasserskisportler und hat sich schminken lassen. Mutter und Sohn waren mit dem RE7 gekommen. Der hielt nur für das Fest am Samstag am Bahnhof Schwielowsee.

Zum 17. Mal feierten am Samstag die Menschen in Caputh das Fährfest. Was 2003 als größeres Familienfest begann, hat sich zu einem Anziehungspunkt für Tausende Besucher aus der Region entwickelt. Eins der Highlights sind die Wasserski-Vorführungen.

Besucher kommen auch aus ganz Deutschland. Manche, weiß Grunow, richten ihren Urlaub in Caputh auf den Termin des Fährfestes aus.

Ursprünglich, erwähnt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe, ging es im Jahr 2003 auch darum, die Bürger der damals aus Ferch, Geltow und Caputh neu entstandenen Gemeinde Schwielowsee, zusammenzuführen. „Unendlich stolz“ sei sie, dass das so gut geklappt hat. Möglich sei das nur, weil dem Organisationstrio aus Grunow, Hoppe und ihrer Assistentin Angela Junge etwa 100 ehrenamtliche Helfer zur Seite stünden. Die kommen heute nicht mehr nur aus der Gemeinde wie zum Beispiel die Feuerwehr oder die Musiker der Fercher Obstkistenbühne, sondern auch von weiter weg. Astrid Pantke, die mit einer Frauen-Gruppe 50 Kuchen gebacken hat und verkauft, kommt aus Luckenwalde. Friederike Heldt, die am Fähranleger mit anderen für Sicherheit sorgt, ist aus Berlin-Pankow.

Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) hat ihren Spaß beim Fährfest – und auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (CDU) ist zu der Veranstaltung nach Caputh gekommen. Quelle: Maria Parussel

Finanziert wird das Fest in diesem Jahr durch 61 Sponsoren. 95 Prozent von ihnen sind laut Hoppe von Anfang an dabei. David Pohle, Inhaber des REWE-Marktes im Ort, unterstützt das Fest seit fünf Jahren. „Ich bin ein Teil von diesem Ort und möchte mit meinem Engagement etwas zurückgeben. Es macht mir Freude zu sehen, wie wohl sich die Besucher fühlen, wie unser Fest angenommen wird“, sagt Pohle.

Dieses schöne Beispiel für Zusammenhalt und Miteinander lobt auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zum Start des Festes auf der Fähre. „Denken Sie alle daran, dass viele dafür gearbeitet haben, dass Sie heute hier feiern können“, rief er den Gästen zu und erwähnte stellvertretend Heiko Hüller, den Präsidenten des Wasserskiclubs Caputh Preußen.

Auch die Bürgermeistern fährt Wasserski

Hüllers Sportler, Medaillengewinner bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften, sorgen mit ihren Vorführungen für das Highlight des Fährfestes. Auf beiden Seiten des Havelufers sind keine Sitz- und kaum Stehplätze mehr zu erhaschen, als sie auftreten.

Beim Start ihres Programms war wie seit Jahren schon Bürgermeisterin Hoppe mit auf den Skiern. Die aktive Freizeitsportlerin läuft Halbmarathon, liebt das Bergwandern und hat sich Wasserskifahren ohne Lehrer allein beigebracht.

Bis in den späten Abend konnten sich die Besucher auf drei Bühnen am Programm erfreuen. Neu in diesem Jahr die dritte, kleine Bühne in der Nähe des Strandbades. Dort gab es nicht nur kleinere Musikacts sondern auch etwas anderes als die übliche Festverpflegung aus Bratwurst, Steak und Pommes – nämlich Vegetarisches und Veganes.

Von Elvira Minack

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