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Werder (Havel) So stellt sich Marcus Friede (27) die Zukunft des Baumblütenfestes vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) So stellt sich Marcus Friede (27) die Zukunft des Baumblütenfestes vor
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19:50 30.09.2019
Weg von notwendigen Polizeieinsätzen, hin zu Festival mit Kunst und Kultur: Das wünscht sich Marcus Friede für das Blütenfest. Quelle: Maz
Werder

Viele Werderaner wünschen sich ein anderes Baumblütenfest. Doch während die Verwaltung in ihrem Vier-Punkte-Plan für das Fest im kommenden Frühjahr, wonach unter anderem das Bürgerbeteiligungsverfahren so gestrafft werden soll, dass das Fest nur ein Jahr ausfällt, noch keine konkreten Vorschläge macht, sieht das bei den Bewohnern der Stadt anders aus.

„Jeder sollte sich überlegen, welche Art von Baumblüte man haben will“

Marcus Friede hat sich sehr genaue Gedanken gemacht. Der 27-Jährige studiert Architektur in Münster, ist aber ein Werderaner Junge. Dort aufgewachsen, hat er seine Familie in der Blütenstadt und besucht sie regelmäßig. Seine Ideen zu einer Neugestaltung des Baumblütenfestes hat er in dem sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht.

„Ich denke, dass jeder, der mehr oder weniger Teil unserer Blütenstadt ist und sich für die kommenden Baumblütenveranstaltungen interessiert, sich mal mit Familie, Freunde, Bekannte oder auch alleine zusammensetzen und überlegen sollte, welche Art von Baumblüte man in Werder eigentlich haben will“, schreibt Friede in seinem Beitrag, „weil Werder den Bürgern der Stadt gehört und sie deswegen ein gewisses Maß an Verantwortung tragen.“

Friede wünscht sich „Baumblüten Festival 2020 für Kunst und Kultur“

Und weiter: „Einerseits ist es schonmal eine gute Vorbereitung für den Bürgerrat, der hoffentlich bald entsteht und andererseits habe ich irgendwie keine Lust, zwei Jahre auf die Politik zu warten, bis endlich wieder eine Baumblüte gefeiert wird.“ Der Bürgerrat geht auf einen Vorschlag der Stadtmitgestalter zurück. Dort sollen Vorschläge zur Gestaltung des Festes diskutiert und den Bürgern von Werder die Möglichkeit geboten werden, ihre Ideen einzubringen.

Marcus Friedes Konzept trägt den Titel „Baumblüten Festival 2020 für Kunst und Kultur“. In einer Grafik listet er die Punkte auf, die ihm wichtig sind: Besucheraktivierung und Bürgerintegration, Anreise, Logistik und Infrastruktur, Feierkultur auf der Baumblüte, Gastronomie, Lärmemission, Nachhaltigkeit und Energie, Naturerlebnis und Umweltbildung, Sanitär. Jeder Punkt ist in einem Kreis näher erläutert. So stellt er sich zum Thema Lärmemission vor, ein normales Bühnenprogramm von 12 bis 22 Uhr zu bieten und nach 22 Uhr eine sogenannte Silent-Disco zu veranstalten. Bei der tragen die Besucher allesamt Kopfhörer und tanzen „bis die Batterien leer sind“, wie Friede schreibt.

Regionale Kulturszene soll gefördert werden

Zudem geht es ihm darum, die regionale Kulturszene zu fördern. So solle es nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ ein „abwechslungsreiches und kunstkritisch gewagtes Musikprogramm geben, jungen und unbekannten Musikern solle eine Bühne geboten werden. „Das Baumblüten-Festival ist keine kommerzielle Veranstaltung, sondern ein Gesamtkunstwerk von den Bürgern für die Bürger“, schreibt er.

Für seine Ideen hat Marcus Friede auch bei anderen Kulturfestivals abgeschaut. So bei einem in der Nähe von Jüterbog. „Mich hat einfach inspiriert, wie die Leute dort miteinander umgehen“, sagt er im Gespräch mit der MAZ, „ich möchte die Sache in Werder zum Positiven verändern.“

Von Annika Jensen

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