Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Werder (Havel) Sorge um Erhalt des Saals im alten Gasthof
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Sorge um Erhalt des Saals im alten Gasthof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:33 04.03.2019
Wie geht es weiter mit dem einstigen Gasthof „Deutsches Haus“ in Glindow?
Wie geht es weiter mit dem einstigen Gasthof „Deutsches Haus“ in Glindow? Quelle: Luise Fröhlich
Anzeige
Glindow

Der Glindower Carneval Club (GCC) fürchtet, Ende März seine Spielstätte im ehemaligen Gasthof „Deutsches Haus“ zu verlieren. Christian Buge, Präsident des Vereins, hat den Kampf um den Saal nun öffentlich in Worte gefasst. „Die Pläne für das gesamte Objekt und die weitere Nutzung sind noch nicht entschieden. Damit sind natürlich auch noch alle Fragen hinsichtlich des kulturellen Lebens unserer Gemeinde und somit auch des Glindower Carneval Clubs offen“, sagt er.

Wie berichtet, hatte die Schoonhoven-Gruppe das „Deutsche Haus“ im  April 2017 übernommen und plante im vorderen Teil Gastronomie und im hinteren Teil Wohnungen unterzubringen. Mehrmals hat die MAZ seitdem nach dem aktuellen Stand der Planungen gefragt, allerdings ohne Ergebnis. Bei der jüngsten Anfrage Ende Januar hieß es, das Immobilienmanagement der Gruppe könne erst im Frühsommer verlässliche Aussagen über das Vorhaben treffen. Der Glindower Ortsbeirat und Vertreter der Vereine kämpfen nun seit zwei Jahren um den Erhalt des Saals.

Vor 64 Jahren Domizil des Karnevals geworden

„Wenn dieser Saal geschlossen wird, verschwindet die letzte gesellschaftliche und kulturelle Begegnungsstätte in Glindow“, mahnt Christian Buge. Auch Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (Freie Bürger) liegt viel an dem Saal als Treffpunkt und Veranstaltungsraum. Bis März 2019 läuft der Pachtvertrag zwischen dem Eigentümer und den Karnevalisten. Danach ist offen, wo Veranstaltungen wie das Public Viewing, das Oktoberfest oder der Weihnachtsmarkt stattfinden.

Vor 64 Jahren ist das „Deutsche Haus“ erstmals Domizil des Glindower Karnevals geworden. 1993 zog der Verein in die Gaststätte „Porta Helena“, die 18 Jahre später ihre Türen schloss. Deshalb trafen sich die Karnevalisten ab 2011 wieder im „Deutschen Haus“. Nach dem heutigen Rosenmontagsball auf der Bismarckhöhe soll es erneut Gespräche mit der Schoonhoven-Gruppe über die Zukunft des einstigen Gasthofes geben.

Von Luise Fröhlich