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Werder (Havel) Stadtmitgestalter kritisieren Argumente der Stadt für den Rückbau des Havelsteges
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Stadtmitgestalter kritisieren Argumente der Stadt für den Rückbau des Havelsteges
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17:56 03.02.2020
Der Havelsteg an der Eisenbahnbrücke in Werder Quelle: Elmar Schlenke
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Werder

Lässt die Stadtverwaltung ihrer Beteuerung, Werder für den Wassertourismus attraktiv zu halten, keine Taten folgen? Diesen Vorwurf macht der Verein Stadtmitgestalter der Verwaltung, weil diese den Steg an der Eisenbahnbrücke zurückbauen lassen will.

Schlenke: „Ist das alles Schnee von gestern?“

Vor 15 Jahren sei der Steg für 270.000 Euro mit 50 prozentiger Förderung durch das Land gebaut worden, schreibt Elmar Schlenke von den Stadtmitgestaltern in einer Mitteilung. „Ist das alles Schnee von gestern?“, fragt er.

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Ein Entscheidungskriterium der Stadt gegen den Steg ist die Tatsache, dass er offenbar nicht mehr von Ausflugsdampfern angefahren wird. Schlenke plädiert dafür, das zu ändern. Schließlich könne sich auch der die Nachfrage nach den Ausflugsschiffen schnell ändern. Möglich wären etwa Fährverbindungen zwischen den Ortsteilen Phöben und der Insel Töplitz sowie zwischen der Inselstadt und dem gegenüber liegenden Wildpark-West. Außerdem könnte der Steg von Wassertaxis während des Baumblütenfestes angefahren werden. Schließlich liege er nicht weit vom Bahnhof entfernt.

Schlenke: Aussage der Stadt ist unwahr

Er unterstellt, dass die Aussage von Christian Große (CDU), dem 1. Beigeordneten der Stadt, der Steg müsse zurückgebaut werden, um Baufreiheit für die dort geplante Radwegbrücke zu schaffen, nicht korrekt sei. „Im Gegenteil – unter Nutzung des Stegs könnten möglicherweise Material und Gerät für den Bau der geplanten Brücke auf dem Wasserweg transportiert werden.“

Schlenke will den Steg erhalten, weil „es weit und breit keine vergleichbare öffentliche Anlage am Wasser geben“ würde, wenn er zurückgebaut werden würde. Andere Stege seien in privatem Besitz und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Am Sonntag, 9. Februar, wollen er und die Stadtmitgestalter am Steg für seinen Erhalt demonstrieren. Um 14 Uhr geht es los. Es soll ein kulturelles Angebot geben.

Von Annika Jensen

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