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Werder (Havel) Touristinfo Werder zieht ins Lindowsche Haus
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Touristinfo Werder zieht ins Lindowsche Haus
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17:37 08.08.2019
Regionaltypisches in der neuen Touristinformation in Werder.
Regionaltypisches in der neuen Touristinformation in Werder. Quelle: Stadt Werder
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Werder

Die Tourist-Information von Werder hat eine neue Adresse: Seit Donnerstag, den 8. August, ist sie im Lindowschen Haus tätig. Vier Mitarbeiter informieren die Gäste des staatlich anerkannten Erholungsortes über touristische Ziele und Gastgeber. Die Zahl der Vollzeitstellen ist für den neuen Standort auf drei gestiegen. Die neue Telefonnummer der Tourist-Information Werder lautet 03327/78 33 72 oder -3 73, die neue Adresse Plantagenplatz 9.

Das denkmalgeschützte Obstbauerngehöft ist seit Ende 2017 saniert und teilweise umgebaut worden (MAZ berichtete). Die drei Gebäudeflügel – Wohnhaus, Stall und Remise – können damit ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden. An der offenen vierten Seite ist ein Neubau entstanden. Insgesamt ergibt das eine Nutzfläche von 475 Quadratmetern.

In das neue Besucherzentrum soll ab Herbst auch der Bürgerservice des Rathauses einziehen. Während der Bürgerservice die Remise des Dreiseitenhofs nutzen wird, ist die Tourist-Information ins frühere Wohnhaus eingezogen, das an der Straßenseite steht. Der Standort in der Kirchstraße wird geschlossen.

Auch regionale Produkte gibt es in der neuen Touristinformation zu kaufen. Quelle: Stadt Werder

Gäste von Werder können in der neuen Tourist-Information nicht nur Informationen zu touristischen Zielen erhalten. Sie können sich auch ein Bild machen von den Ursprüngen der Stadt im Weinanbau, im Obstbau und der Fischerei. Auf vier Funktionsinseln gibt es Informationen und Ausstellungsstücke zur Stadtgeschichte und multimediale Urlaubsinspirationen, einen Beratungscounter und einen Shop für Souvenirs und Regioprodukte.

„Die Bauarbeiten waren ein Drahtseilakt“, sagt Christian Große, erster Beigeordneter der Stadt. Die Anforderungen der Denkmalpflege mussten dabei ebenso beachtet werden wie die der Bautechnik und einer zeitgemäßen Nutzung. Alle Beteiligten seien hochmotiviert an die Arbeit gegangen. „Anders wären die Schwierigkeiten, die bei einem solchen Sanierungsprojekt zwangsweise auftreten, auch nicht zu bewältigen gewesen.“

Das Lindowsche Haus ist im Kern bereits 1751 errichtet und in den darauffolgenden Jahrhunderten schrittweise erweitert worden. Die Substanz war marode. Bei der Sanierung seien unter anderem historische Fenster und Türen und eine Räucherkammer erhalten worden.

Von MAZonline.de