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Werder (Havel) Waldorfschule Werder voll ausgelastet
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Waldorfschule Werder voll ausgelastet
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00:21 25.08.2018
Geschäftsführer Dieter Dörflinger (l.) und Mitarbeiter Patrick Ley auf dem Campus der Waldorfschule. Quelle: Foto: A. K.
Werder

Für 24 Erstklässler werden am Sonnabend in der Freien WaldorfschuleChristian Morgenstern“ in Werder eingeschult. Insgesamt gab es knapp dreimal so viele Bewerbungen wie Plätze.

„Wir mussten schweren Herzens wählen“, erzählt Geschäftsführer Dieter Dörflinger. Aufgenommen wurden daher vor allem Kinder, die entweder schon Geschwisterkinder in der Schule haben oder aber zuvor den Waldorf-Kindergarten besuchten. 16 Kinder stammen aus Werder – der Rest kommt aus den angrenzenden Nachbargemeinden wie Geltow oder Groß Kreutz.

Das neue Schuljahr 2018/2019 startete mit mehr als 250 Schülern in zwölf Stufen. 2011 waren es gerade mal 90 Schüler. In jedem Jahrgang stehen 24 Plätze zur Verfügung, was elf Prozent der in Werder angebotenen Schulplätze entspricht. Auch zwei syrische Schüler besuchen die 11. und 12. Klasse. Die Kapazitäten für die einzügigen Jahrgänge, wie bei Waldorfschulen üblich, sind damit ausgeschöpft. Im Kindergarten sieht es ähnlich aus, dort sei die Auslastung mit 78 Kindern an ihrer Grenze angelangt, so Dörflinger weiter. Der Raumbedarf werde sich stetig erweitern – auch, weil die Stufen in den kommenden Jahren auf 13 Klassen erhöht wird.

Der Plan, das Haus 3 aufzustocken, um Platz für die Mittel- und Oberstufe zu schaffen, musste aufgegeben werden, weil die Stadt Werder die Zustimmung verweigerte, so Dörflinger. „Das passte nicht in den B-Plan.“ Derzeit wird ein neuer Masterplan 2030 erarbeitet, wie mit dem Campus weiter verfahren wird.

Auf dem Waldorf-Campus, also auf der leeren dreieckigen Fläche hinter dem Kreisverkehr an der Elsastraße, soll wie berichtet bis 2020 ein Neubau entstehen. Ende Mai wurde der Siegerentwurf gekürt. Der Plan des Berliner Architekten-Büros „Weberbrunner“ sieht einen einstöckigen Holzbau vor und bietet Platz für 100 Kinder.

Im September soll das Konzept dafür gemeinsam mit den ausführenden Architekten der Stadt vorgestellt werden. „Dann kann die Arbeit mit den Bauanträgen beginnen“, berichtet Dörflinger. Wenn das Haus fertig ist, könne eine Art Tetris-Verschiebung stattfinden. Der Kindergarten aus Haus 1 soll den Neubau beziehen. In Haus 1 können dann wiederum sechs Unterstufenklassen einziehen. Dafür müsse es an den Seiten aber noch erweitert werden, so dass quadratische Räume entstehen. Geplant ist zudem auch ein Atelier-Gebäude für Handwerk. Mit dem geänderten Masterplan möchte die Waldorfschule, sobald er final steht, dann in erneute Diskussionen gehen.

Im nächsten Jahr feiern die Pädagogen die Gründung der ersten Waldorfschule vor 100 Jahren. Das Schuljahr 2018/19 wird also auch ganz im Zeichen dieses Jubiläums stehen und als Thema im Sinne einer „zeitgemäßen Diskussion“ in den Unterricht einfließen.

Von Anne Knappe

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