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Werder (Havel) Weihnachtsgeschichte erobert Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Weihnachtsgeschichte erobert Werder
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19:44 01.12.2019
Marleys Geist (Edward Scheuzger) warnt Ebenezer Scrooge (Gerhard Gutberlet). Quelle: Comédie Soleil
Werder

Pünktlich zum Beginn der Adventszeit wird es in Werder weihnachtlich auf der Bühne. Karoline Hugler hat die Weihnachtsgeschichte, die Charles Dickens im 19. Jahrhundert schrieb, für die Comédie Soleil bearbeitet und Regie geführt. Am Samstagabend feierte das Stück Premiere.

Humbug ist für Ebenezer Scrooge (Gerhard Gutberlet) alles, was mit Weihnachten zu tun hat. „Humbug“, bellt er seine Nichte (Saskia Rutner) an, die ihn zum Weihnachtsessen einladen möchte, und ebenso seinen Schreiber Bob Cratchit (Edward Scheuzger), der sich auf das Fest mit Frau und Kindern freut. Das sei ein Tag wie jeder andere, an dem man seine Rechnungen bezahlen muss, findet er. In diesen Kategorien hat Scrooge sich eingerichtet: Geschäfte machen, zusehen, dass die Einnahmen fließen. Wie kann sich Schreiber Cratchit bei seinem Hungerlohn fröhliche Weihnachten wünschen, fragt er sich.

Der Geist eines verstorbenen Geschäftspartners poltert durch die Stube

Eine Dame (Michaela Wrona), die Spenden für Arme sammelt, wird schroff abgewiesen. Doch kaum hat er am Abend zu Hause Hut und Mantel an den Haken gehängt, poltert der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley durch die Stube. Er ist verurteilt, in Ketten durch die Welt zu ziehen, um hartherzigen Menschen vor Augen zu führen, was sie erwartet. Den Besuch weiterer Geister kündigt er Scrooge an. Und als dieser schon glaubt, Marley sei nur ein böser Traum gewesen, entführt ihn der Geist vergangener Weihnachtstage in die Kinder- und Jugendzeit.

Dort begegnet er seiner einstigen Liebe Belle. Sie verließ ihn, wegen seiner Gier nach Geld. Scrooge ist noch ganz verwirrt, als der nächste Geist ihn unter anderem in das Haus der Cratchits blicken lässt. Liebevoll geht man dort miteinander um, obwohl das Paar Sorgen um den kranken Sohn Tim plagen. Es fehlt Geld für einen Arzt. Der Kleine rührt sogar Scrooges Herz. Als ihn dann ein weiterer Geist in eine dunkle Gasse führt, in der eine Leichenwäscherin das letzte Hemd eines ungenannten Geizkragens verhökert, erkennt er, dass er auf dieses Ende zusteuert.

Der Geizhals kündigt plötzlich eine Gehaltserhöhung an

Den Weihnachtsmorgen erlebt ein veränderter Ebenezer Scrooge. Er wünscht allen Vorübergehenden fröhliche Weihnachten, lässt der Familie Cratchit einen Truthahn liefern und spendet eine ansehnliche Summe für die Armen. Als Bob Cratchit wie verlangt am Feiertag zur Arbeit erscheint, glaubt er zunächst, der Chef habe den Verstand verloren, denn er kündigt ihm eine Gehaltserhöhung an, möchte dem kleinen Tim beste ärztliche Behandlung zukommen lassen und gibt ihm zwei Tage frei, damit er mit seinen Lieben das Weihnachtsfest feiern kann.

Bis auf Gerhard Gutberlet müssen die übrigen drei Schauspieler mitunter rasch von einer Rolle in die nächste springen. Die souveräne Damenhaftigkeit von Michaela Wrona, die ansteckende Fröhlichkeit von Saskia Rutner und der dröhnende Bass Edward Scheuzgers als Geist des Jacob Marley bleiben im Gedächtnis.

Weitere Aufführungstermine

Die weiteren Aufführungen des Stückssind an den Wochenenden 6., 7. und 8. Dezember sowie 13., 14. und 15. Dezember, freitags und samstags um 19.30 Uhr, sonntags um 16 Uhr. Am letzten Wochenende gibt es nur am Samstag, 21. Dezember, 19.30 Uhr und Sonntag, 22. Dezember, 16 Uhr Aufführungen.

Der Eintrittkostet 18 Euro, ermäßigt für Rentner 12 Euro und für Schüler, Studenten und Arbeitslose 8 Euro. Eine Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder) kostet 46 Euro. Reservierungen sind möglich unter 03327/54 72 35 oder kontakt@comediesoleil.de

Von Edith Mende

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