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Werder (Havel) Weltkugel erinnert an Kriegsopfer
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Weltkugel erinnert an Kriegsopfer
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19:46 10.05.2019
Zur feierlichen Enthüllung des Gedenksteines in Töplitz erklang auch ein Trompetensolo. Der 89-jährige Witwer Rudolf Osburg (2. v. l.) war von der Zeremonie beeindruckt. Quelle: Stadt Werder
Töplitz

Ein Mahnmal für die „Opfer von Krieg in aller Welt“ haben Werders Vize-Bürgermeister Christian Große (CDU) und der Töplitzer Ortsvorsteher Frank Ringel (Bürger-Bund Töplitz) dieser Tage in dem Werderaner Ortsteil enthüllt. Damit wurde ein Vermächtnis der früheren Töplitzerin Gertrud Osburg (1926–2011) erfüllt, die in den 1930-er und 1940-er Jahren in dem Dorf gelebt hatte. Osburg hinterließ der Stadt Werder eine Spende von rund 60 000 Euro mit dem Wunsch, einen Gedenkstein für die Kriegsopfer in der Welt in ihrem Heimatort aufzustellen. Der Stein hat die Form einer Weltkugel. An der Enthüllung nahm Witwer Rudolf Osburg teil.

127 Opfer aus Töplitz

Nach Angaben des Ortsvorstehers Ringel sind den beiden Weltkriegen im vorigen Jahrhundert 127 Töplitzer zum Opfer gefallen. „Das entspricht etwa einem Viertel der damaligen Einwohnerzahl und zeigt die Unsinnigkeit jeglicher Kriegsgewalt“, kommentierte er.

Besonders der Zweite Weltkrieg sei den Werderanern tief im Gedächtnis haften geblieben, erklärte Große: „Aus der Fliegerschule der Stadt sind in der Nazizeit viele junge Piloten zu verbrecherischen Kampfeinsätzen geschickt worden, von denen sie häufig nicht nach Hause zurückkehrten.“

Werder blieb verschont

Doch der Krieg sei nach Deutschland zurückgekehrt. Werder selbst sei durch glückliche Umstände vor einer größeren Zerstörung bewahrt geblieben. Damals habe sich die Stadt in einem ähnlichen Maße verändert, wie heute durch die Flüchtlinge, so Große. „Heute sind deutsche Soldaten an internationalen Anti-Terror-Einsätzen beteiligt, um unsere Sicherheit zu verteidigen.“ Auch bei diesen Auslandseinsätzen seien immer wieder Opfer zu beklagen. „Unser Gedenken in Töplitz gilt jenen Menschen, die in verbrecherischen Kriegen in aller Welt ihr Leben gelassen haben“, erklärte der 1. Beigeordnete.

Rudolf Osburg war von der Gedenkfeier sichtlich bewegt und vom Stein tief beeindruckt. „Das ist sehr gut gelungen und ganz im Sinne meiner Frau gestaltet worden“, versicherte der 89-Jährige der Stadt.

Von Heinz Helwig

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