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Werder (Havel) Werder startet digitale Bürgerumfrage
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Werder startet digitale Bürgerumfrage
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15:46 24.04.2020
Mit einer Umfrage zur Rad- und Fußwegsituation in der Stadt, beispielsweise in der Potsdamer Straße, startet Werder sein Bürgerbeteiligungsportal. Quelle: Heinz Helwig
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Werder

Mit einer Bürgerumfrage zur Situation der Fußgänger und Radfahrer in Werder startet die Stadtverwaltung ihr digitales Beteiligungsportal für die Einwohner. Unter www.werder-havel.de/onlinebeteiligung können sich die Werderaner ab sofort online in kommunale Entscheidungsprozesse einbringen. Auf der Plattform, die mit dem gemeinnützigen Verein Liquid Democracy e. V. betrieben wird, können dabei verschiedene Beteiligungsformen genutzt werden.

Hinweise fließen ins Konzept ein

Die Hinweise zur Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer sollen in den Verkehrsentwicklungsplan Eingang finden, der derzeit von der Firma PST fertiggestellt wird. Auf der Bürgerbeteiligungsplattform können die Werderaner ab sofort auf einer Karte verorten, wo sie Veränderungsbedarf sehen. Das Problem kann beschrieben und – wenn vorhanden – mit Fotos dokumentiert werden. Es können auch konkrete Verbesserungsvorschläge eingebracht werden.

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Blütenfest-Umfrage war gute Vorgängerin

„Das System ist neu und wir freuen uns darauf, mit den Bürgerinnen und Bürgern weitere Erfahrungen im Bereich der Onlinebeteiligung sammeln zu können“, sagt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Die Online-Umfrage zum Baumblütenfest sei bereits ein guter Start dafür gewesen. „Mit der Corona-Pandemie haben wir uns auf die Suche nach Instrumenten begeben, um solche Verfahren der Onlinebeteiligung fest etablieren zu können."

Sie hoffe, dass sich Bürger aus allen Werderaner Bevölkerungsteilen für die Plattform anmelden. Diese sei verständlich aufgebaut und einfach nutzbar, so die Bürgermeisterin. Trotz Corona-Pandemie liefen nicht nur bei der Einwohnerbeteiligung, sondern auch in den meisten anderen kommunalen Bereichen die Arbeits-, Planungs- und Entwicklungsprozesse weiter.

Corona verhindert Fahrradaktion

Eine Fahrradaktion mit Onlineumfrage sei schon länger geplant gewesen, ergänzt der Referent für Einwohnerbeteiligung, Linus Strothmann. „Weil durch die Corona-Krise aber bis zum Sommer keine größeren Veranstaltungen durchgeführt werden können, haben wir entschieden, gleich eine Plattform zu nutzen, die auch für andere Onlineformate genutzt werden kann.“

Mit dem neuen System könne beispielsweise auch das Beteiligungsverfahren zum Baumblütenfest ordentlich zu Ende geführt werden. „Für den Abschluss des Verfahrens war ursprünglich geplant, im Mai das neue Konzept in einer öffentlichen Veranstaltung vorzustellen und ein letztes Mal Feedback aus der Einwohnerschaft dazu einzuholen. Dies wird nun Online passieren, sobald das Konzept vorliegt.“

Umfrage endet am 4. Juni

Für die Anmeldung auf der Onlineplattform ist eine E-Mail-Adresse erforderlich. Ob man sich mit Klarnamen oder einem Pseudonym beteiligen möchte, ist jedem Teilnehmer selbst überlassen. Die Onlinebeteiligung zum Thema Fuß- und Radweginfrastruktur wird am 4. Juni enden.

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Von MAZonline