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Werder (Havel) Werder steht für Toleranz und Mitmenschlichkeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Werder steht für Toleranz und Mitmenschlichkeit
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20:26 13.08.2019
Werben für die Aktionswoche: Simone Holzwarth, Dieter Dörflinger, Miriam Schauer, Matthias Lack, Georg Thimme und Manuela Saß (v. l.). Quelle: Elvira Minack
Werder

Mehr als 20 Akteure aus Werder und Umgebung gehören dem Bündnis an. „Es fasziniert mich unheimlich, das so unterschiedliche Leute von der Stadt über verschiedene Schulen, Künstler, Netzwerke, die Flüchtlingsunterkunft oder die Awo sich an unserem Bündnis beteiligen“, sagt Georg Thimme, Pfarrer der Evangelischen Heilig-Geist-Gemeinde und Gründungsmitglied von „Weltoffenes Werder“. Es gebe ihm Hoffnung, dass die Demokraten zueinander finden und rechtspopulistischen Kräften etwas entgegensetzen, so der Pfarrer, der als Superintendent nach Cottbus wechselt.

Programm der Aktionswoche

24. August, 15-19 Uhr: Nachbarschaftsfest auf der Jugendhöhe im Hof der Karl-Hagemeister-Grundschule, Gluckstraße 8, mit Musik, Kinderprogramm. Flüchtlingsfrauen kochen Gerichte ihrer Heimatländer.

25. August, 11-17 Uhr: Kunstworkshop von Alive Café Berlin und Katharina Forster im Kunstatelier in der Vulkanfiberfabrik, Alfred-Damaschke-Straße 56/58. Themen: kreatives Schreiben, Kritzeln, Zeichnen und gemeinsames Malen. Entstehen soll ein einzigartiges Kunstwerk.

25. August, 18 Uhr: Lieder und Texte zum Thema Frieden in der Heilig-Geist-Kirche auf der Insel. Lieder und Texte laden zum Nachdenken über Frieden und seine Gestaltung ein.

27. August, 19 Uhr: Podiumsdiskussion „Weltoffen und nachhaltig- wie machen wir Brandenburg zukunftsfähig?“ im Scala Kulturpalast, Eisenbahnstraße 182, mit Vertretern lokaler Bewegungen und Kandidaten zur Landtagswahl aus dem Wahlkreis 19.

29. August, 18 Uhr: Das bolivianische Jugendtheater „Teatro Trano“ zeigt im Theater Comédie Soleil, Eisenbahnstraße 210, das Stück „El manana es hoy“ zum Thema Klimawandel. Im Anschluss gibt es Gespräche mit dem Publikum.

31. August, 15-22 Uhr: Großes Abschlussfestival vor der Heilig-Geist-Kirche auf der Insel. Geboten werden dort ein Familienprogramm, eine „Open Stage“ und ab 18 Uhr Konzerte von Musicalle (Latein Orquesta, Berlin) und Blacksmith (Rockband aus Werder).

 

Die Veranstaltung ist in diesem Jahr im Vergleich zur Premiere gewachsen. Nur mit Ehrenamtlern, sagt Bündnis-Sprecherin Simone Holzwarth, könne man sie gar nicht mehr stemmen. Sie sei daher froh darüber, dass die Landeszentrale für politische Bildung und das Bündnis Tolerantes Brandenburg insgesamt 18.500 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt haben und eine Honorarkraft beschäftigt werden könne. Auch die Unterstützung der Stadt sei enorm wichtig. „Wir sind eher die inhaltlichen Menschen“, sagt Holzwarth. Es gebe aber darüber hinaus so viel zu bedenken: Parkplätze, Lärmbelastung und so weiter.

Keine leichte Entscheidung: AfD nicht eingeladen

Weltoffenheit hat für das Bündnis jedoch auch Grenzen. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Weltoffen und nachhaltig – wie machen wir Brandenburg zukunftsfähig?“am 27. August hat man die AfD nicht eingeladen. Die habe, so die Verantwortlichen, rein inhaltliche Gründe und man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Man wolle nach vorn diskutieren, und nicht erst klären müssen, ob es den Klimawandel gibt oder nicht.

Enttäuscht sind die Veranstalter, dass CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig abgesagt hat – weil die AfD nicht eingeladen ist. Das bestätigte sie auf MAZ-Anfrage. „Ich halte es für falsch und undemokratisch, den AfD Kandidaten nicht einzuladen“, so Ludwig in einer Mail an „Weltoffenes Werder“, „ich erwarte gerade in diesen Zeiten keine Ausgrenzung sondern Diskussion.“

Von Elvira Minack

Weil sie mit einer hochkarätig besetzten AfD-Veranstaltung im städtischen Bürgerhaus nicht zufrieden sind, habe in Werder mehrere Fraktionen zu einem Bündnis „weltoffenes Werder“ aufgerufen, dass sich den AfD-Größen entgegenstellen soll. Jeder ist willkommen, wenn am 18 Uhr vor dem Schützenhaus sich die Gegner sammeln.

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