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Werder (Havel) Werderaner protestieren gegen AfD-Veranstaltung
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Werderaner protestieren gegen AfD-Veranstaltung
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19:58 16.08.2019
Mit Transparenten und Trillerpfeifen zeigten die Werderaner lautstark, dass in ihrer Stadt kein Platz für Rassismus und Ausgrenzung ist. Quelle: Heinz Helwig
Werder

Zu einer Protestaktion gegen eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) im Schützenhaus in Werder versammelten sich knapp 200 Teilnehmer am Freitagabend vor dem Gebäude. Die AfD hatte die Veranstaltung als Bürgerdialog deklariert, an dem neben dem Direktkandidaten für den Landtag Brandenburg, Marlon Deter, aus Werder Landeschef Andreas Kalbitz sowie die Bundestagsabgeordneten Steffen Kotré und Petr Bystron teilnahmen.

Die Gegendemonstration war vom Werderaner Aktionsbündnis „Weltoffenes Werder“ sowie von den Fraktionen Stadtmitgestalter/Ingo Krüger, SPD und Grüne in der Werderaner Stadtverordnetenversammlung organisiert worden. Die Organisatoren hatten die Stadtverwaltung aufgefordert, zu prüfen, ob es sich bei dem angemeldeten Bürgerdialog nicht um eine versteckte Wahlkampfveranstaltung der Partei handelt. Dann sollte die Stadt die Veranstaltung im Schützenhaus untersagen, so wie Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert in der Landeshauptstadt mit einer Veranstaltung der AfD im Humboldt-Gymnasium verfahren war.

„Die AfD unter Andreas Kalbitz wird dominiert vom rechtsextremen Flügel und vertritt menschenfeindliche Positionen. Wir gehen auf die Straße, um zu zeigen: Hier in Werder ist kein Platz für Rassismus, Ausgrenzung und Hass. Wir stehen auf für eine weltoffene und solidarische Gesellschaft“, begründet der Sprecher des Aktionsbündnisses, Robin Stock, die Protestaktion.

Das zeigten die Werderaner dann auch lautstark mit Trillerpfeifen und selbst gebastelten Plakaten. In verschiedenen Sprechchören bekräftigten sie wiederholt ihr Missfallen an der Veranstaltung. Der Proteststurm wurde stärker, sobald sich ein Veranstaltungsteilnehmer im Schützenhaus am Fenster blicken ließ. Die bekannten Gesichter ließen sich allerdings nicht blicken. Im Saal, der zur Zeit des Protestes noch relativ leer war, habe die Missstimmung schon „gekocht“, berichtete ein Demonstrationsteilnehmer. Simone Holzwarth, Mitinitiatorin der Protestaktion, zeigte sich von der Resonanz positiv überrascht. „Ich hätte nie gedacht, das so viele kommen werden“, gestand sie.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) erinnert daran, dass die AfD drei Abgeordnete in die Stadtverordnetenversammlung entsendet sowie im Brandenburger Landtag und im Bundestag vertreten ist. „Sie ist eine rechtspopulistische Partei, aber für viele Menschen durchaus leider wählbar. Damit sollten wir uns auseinandersetzen.“ Verbote, mit denen sich die AfD als Märtyrer inszenieren kann, würden sie nur noch stärken, antwortet Saß auf die Forderung der Organisatoren der Protestaktion.

Von Heinz Helwig

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