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Werder (Havel) Werders Grüne fordern eigene Satzung
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Werders Grüne fordern eigene Satzung
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21:15 13.05.2019
Mit weißen Bändern protestierten im Dezember 2018 Bürger gegen Baumfällungen an der L 90 in Werder. Quelle: privat
Werder

Die Grünen-Fraktion in der Werderaner Stadtverordnetenversammlung möchte in dieser Woche die Stadtverwaltung mit der Erarbeitung einer Baumschutzsatzung beauftragen. Zur Vorberatung geht der entsprechende Antrag bereits am Mittwoch in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Am Donnerstag sollen die Stadtverordneten über den Grünen-Antrag abstimmen.

Bäume sind nachhaltig geschädigt

Bäume sind nachhaltig. Worum geht es? Eine stadteigene Baumschutzsatzung soll den Schutz der Bäume in Werder eindeutig regeln. Bisher galt für die Havelstadt auch die Kreisbaumschutzsatzung. Die reicht den Grünen aber nicht.

Der Baumbestand in Werder sei nicht nur bedroht, sondern mittlerweile nachhaltig geschädigt, so heißt es in dem Antrag. Kostbarer Bestand sei auf teils großen Grundstücken unwiederbringlich beseitigt. „Zahlreiche alte, erhaltenswerte Bäume werden im ganzen Stadtgebiet gefällt. Prägende Obstwiesen – das Wahrzeichen Werders – dezimiert“, schreiben die Grünen in ihrem Antrag. Dieses Vorgehen sei mit der Verantwortung für die kommenden Generationen nicht vereinbar. „Hier ist ein Umdenken notwendig.“

Auf dem Boden der Realität bleiben

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Hermann Bobka, hält dem entgegen: „Wir haben bisher mit der Baumschutzsatzung des Kreises gut gearbeitet.“ In der Stadt Werder werde auf deren Grundlage ein Baum nur abgeholzt, wenn er nicht mehr standfest sei, so Bobka weiter. „Die Grünen sollen mal auf dem Boden der Realität bleiben. Wir wollen die Bürger mit so etwas nicht gängeln, deswegen werden wir den Antrag ablehnen.“ Bobka äußerte zudem sein Unverständnis darüber, dass die Grünen-Fraktion so engagiert für den Erhalt der Bäume in der Stadt eintrete, aber gleichzeitig die Abholzung hunderter Bäume befürworte, wenn es um die Errichtung von Windkraftanlagen gehe. Damit spielte er auf Pläne eines Unternehmens an, im Bliesendorfer Wald Windkrafträder aufzustellen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Bobka hält eine eigene Baumschutzsatzung für Werder für überflüssig. Mit der Kreisregelung habe die Stadt gute Erfahrungen gemacht, sagt er. Quelle: Stadt Werder

Unterstützung können die Grünen von den Linken und der SPD erwarten. „Werder ist nicht unbedingt eine baumfreundliche Stadt“, sagt Linken-Fraktionsvorsitzender Peter Hinze. Im Bereich der Kemnitzer Straße und der Carmenstraße seien zahlreiche Bäume gefällt worden, sagt er. „Und bis heute werden keine Anstalten gemacht, die nachzupflanzen.“ Seine Fraktion wolle den Antrag unterstützen. „Bäume spenden Schatten, Feuchtigkeit, sind enorm wichtig für das Klima.“

Bürger sollen einbezogen werden

Die SPD-Fraktion indes betont, dass das Thema nicht neu sei und dass sich ihre Haltung dazu ebenso wenig geändert habe. „Wir stehen dem Anliegen der Grünen für einen verbesserten Baumschutz in Werder positiv gegenüber“, sagt Robert Dambon, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Aber schon in der vergangenen Legislaturperiode haben wir die Thematik in anderen Anträgen mit angesprochen. Damals gab es von uns ähnliche Vorstöße.“

Wenn die Baumschutzsatzung greift, wollen die Grünen sie durch eine direkte Bürgerbeteiligung realisieren. „Durch die Ansprache aller Einwohner Werders erreichen wir neben einer Befassung mit dem Thema Baumschutz und Baumnutzen auch eine stärkere Identifikation unserer Bürger mit der Stadt Werder“, heißt es in dem Grünen-Antrag.

Von Annika Jensen

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