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Werder (Havel) Waldfunktion wird nicht gestört
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Waldfunktion wird nicht gestört
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18:01 20.12.2019
Der Wald zwischen Ferch und Bliesendorf hat auf einigen Flächen wichtige ökologische Funktionen zu erfüllen. Die Standorte für die sieben geplanten Windräder sowie die Zufahrten befinden sich außerhalb dieser Flächen mit Waldfunktion, sagt die Oberförsterei in Potsdam. Quelle: Heinz Helwig
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Werder/Schwielowsee

Die Standorte und Zufahrten für die sieben geplanten Windkraftanlagen im Wald zwischen Ferch und Bliesendorf befinden sich nicht in Bereichen, die eine Waldfunktion haben, teilt der Leiter der Oberförsterei Potsdam, Holger Hendtke, nach MAZ-Anfrage mit. Ungeachtet dessen hänge eine forstrechtliche Beurteilung, wann im Wald Windräder aufgestellt werden dürfen, von mehreren Faktoren ab. Neben den Vorgaben der Landesplanung spielen dabei vorhandene Waldfunktionen eine wichtige Rolle, bestätigt Hendtke. Liegen Waldfunktionen vor, seien Windenergieanlagen am besagten Standort mit dem Schutz des Waldes unvereinbar. Dann würde die Forstbehörde die Windräder ablehnen, so der Leiter der Oberförsterei.

Kahlschläge sind verboten

Die Fläche, auf welcher der Windpark geplant ist, zählt nach dem Waldgesetz als Wald. Der Laie verwende den Begriff Forst oft für intensiv bewirtschaftete Wälder, meist reine Kiefernbestände. Auch diese Wälder haben neben ihrem wirtschaftlichen Nutzen wichtige Erholungs- und Schutzfunktionen. Die Aussage eines Schwielowseer Gemeindevertreters, wonach der Wald in einigen Jahren ohnehin gerodet würde, ist inkorrekt und irreführend, sagt Hendtke. Die Fläche sei ausschließlich Privatwald. Der Eigentümer sei nach den Regelungen des brandenburgischen Waldgesetzes zu einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft verpflichtet. Kahlschläge seien verboten und Ersatzpflanzungen von Wald gesetzlich vorgeschrieben, erklärt Hendtke.

Von Heinz Helwig

Bliesendorf und Glindow wehren sich auch nach der Entscheidung in Schwielowsee gegen die geplante Aufstellung von sieben Windrädern im Fercher Forst. Bei einem Vor-Ort-Termin erläuterte Bliesendorfs Ortsvorsteherin Eveline Kroll der MAZ die Ausmaße und Auswirkungen des Windparks.

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