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Werder (Havel) Beim guten Tropfen ausspannen – das Winzerfest in Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Beim guten Tropfen ausspannen – das Winzerfest in Werder
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06:30 29.07.2019
Ein Prosit: (v.l.) der Präsident der Weinanbaugebiete in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg, Siegfried Boy, Bacchus, Baumblütenkönigin Madeleine, Kerstin Otto vom Werderaner Wein-Verein, Weinkönigin Gina sowie aus dem Elbe-Elster-Kreis die „Schiebener Moie“ Lydia. Quelle: Gesine Michalsky
Werder

Mitten in Werder, auf dem Wachtelberg, wo der Wein bestens gedeiht, feierten gut 2000 Besucher mit Familien und Freunden das 18. Winzerfest zwischen den Rebstöcken. Aus Potsdam, Berlin und nicht zuletzt Werder und dem Umland kamen die Weinfreunde auf Einladung des Werderaner Winzervereins am Wochenende zusammen, um bei elf Winzern 150 Weine aus acht deutschen Anbaugebieten kennenzulernen.

Mit Leidenschaft und in vielen Dialekten erklärten die Winzer ihre Weine

Motivation und hoheitliches Flair für den Werderaner Wein verbreitete die diesjährige Saale-Unstrut- Weinkönigin Gina. Sie verkündete die Auszeichnung zweier Lindicke-eine mit Goldmedaillen des Verbandes. Die Berlin-Brandenburger Flächen sind Teil des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut. Im Mittelpunkt des Festes standen Familienbetriebe, die seit Generationen anbauen, was viele Brandenburger und Berliner gerne trinken: Rieslinge und Silvaner, Burgunder und Sauvignons oder Spätburgunder und Rosés. Und sie produzieren gerne Sekt in Flaschengärung. Mit Leidenschaft und in vielen unterschiedlichen Dialekten erklärten die angereisten Winzer ihre Erzeugnisse vom eigenen Gut. „Wir präsentieren unsere Weine und Sekte sehr gerne jedes Jahr in Werder“, so Weinbauer Rabold aus Burrweiler in der Pfalz, „weil uns die Lage auf dem Weinberg hier so gut gefällt.“

Mitten in Werder, auf dem Wachtelberg, wo der Wein bestens gedeiht, feierten gut 2000 Besucher mit Familien und Freunden das 18. Winzerfest.

Aus dem badenwürttembergischen Ilsfeld zum 18. Mal angereist war die Familie Hetzel vom gleichnamigen Gut nahe Schloss Liebenstein. In ihren Weinhängen entstand 2002 der Kontakt zum damals noch jungen Weinanbaugebiet in Werder. „Wir haben einige Weinbauern aus Werder ausgebildet“, sagen die Weinbauern Hetzel zufrieden.

Auszeit vom städtischen Alltag bei einem guten Tropfen

„Das Miteinander unter den Winzern, die zu unserem Fest kommen, ist toll“, begeisterte sich Kerstin Otto, Vorsitzende des Vereins zur Förderung des historischen Weinbaus in Werder. Und die Gäste – die freuten sich bei einem guten Tropfen über die Auszeit vom städtischen Alltag. Viele planten bereits im nächsten Jahr wiederzukommen. Die Prognosen für den Wein 2019 waren übrigens trotz erheblicher Wetterprobleme allseits sehr gut. „Wir werden gute Erträge haben“, sagte Manfred Lindicke.

Von Gesine Michalsky

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