Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Werder (Havel) Post-Zustellung noch immer chaotisch
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Post-Zustellung noch immer chaotisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:08 12.07.2019
Neue Zusteller sollen das Postchaos in Werder schnellstmöglich beenden. Doch die müssen sich erst einmal einarbeiten. Quelle: Bernd Gartenschläger
Werder

Noch immer ärgern sich die Einwohner in und um Werder über die unregelmäßige oder sogar ausbleibende Zustellung ihrer Briefe und Pakete durch die Deutsche Post beziehungsweise ihre Tochter DHL.

Dabei richtet sich der Zorn der Werderaner nicht gegen die Brief- und Paketboten, die ihnen die Post teils nur noch stoßweise ins Haus bringen, sondern gegen das Management. Die jüngste Portoerhöhung für Postkarten und Briefe hat den Frust bei den Werderanern noch weiter verschärft.

• Lesen Sie auch:
Probleme mit der Post hören nicht auf: Wir können nichts machen

Die unzuverlässige Zustellung führt bei einigen Kunden geradezu zu dramatischen Auswirkungen, wie die MAZ bereits über eine ausbleibende Einladung zu einer Jugendweihe oder verspätet zugestellte Rechnungen, die schon zusammen mit den ersten Mahnungen eintrafen, berichtete.

Wichtige Unterlagen nicht erhalten

Das jüngste Beispiel schilderte jetzt Janina Graetz aus Phöben der MAZ. Die Kartografin arbeitet im Homeoffice und hatte für ihre Arbeit am 28. Juni wichtige Unterlagen von einer Kollegin in Süddeutschland angefordert. Aus Datenschutzgründen durften die Unterlagen nicht per E-Mail versandt werden, so Graetz. Die Dokumente, die nach wenigen Tagen hätten eintreffen sollen, hat sie bis heute nicht erhalten. Das habe ihre Arbeit nicht nur erschwert, sondern auch verzögert. Mit dieser Situation lebe sie schon mindestens ein Jahr lang, meint Janina Graetz.

Fremde Briefe in der Post

Eine andere Werderanerin berichtet von drei fremden Briefen, die sie in dem Wust der gesammelten Post gefunden habe, die nach Tagen endlich aus dem Briefkasten quoll. Sie habe diese Post anschließend sechs Häuser weiter an die richtige Adresse gebracht, sagt sie. „Ob das aber alle so machen?“

Mehr Themen der MAZ

Landkreis nimmt Linower Hof 50 Pferde weg

SEK-Panne führte zur Sperrung der Havel in Potsdam

Illegale Kameras auf Schultoilette in Potsdam entdeckt

Die Fernsehzeitung mit dem Programm dieser Woche kommt ganz bestimmt in der nächsten Woche zum Nachschlagen, bleibt die Werderanerin „optimistisch“. Vielleicht ist mittlerweile ja auch ihr Rentenbescheid eingetroffen, den ihr Mann bereits am 12. Juni erhielt. Den Geburtstagsgruß, der laut Sendungsverlauf schon seit Tagen in einem Päckchen unterwegs, aber immer noch nicht angekommen ist, will sie sich bis zum nächsten Jahr aufheben.

Hoher Krankenstand im Stützpunkt

In dem Zustellstützpunkt der Deutschen Post in Werder gebe es derzeit einen relativ hohen Krankenstand, teilt die Pressestelle des Postdienstleisters auf MAZ-Nachfrage mit. Aus diesem Grund seien „an einigen Tagen punktuelle Verzögerungen bei der Zustellung“ leider nicht ganz zu vermeiden gewesen, heißt es in der Antwort. Die Betriebsleitung habe jedoch „bereits vor einigen Wochen“ eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um im Raum Werder schnellstmöglich wieder die erwartete Zustellqualität zu gewährleisten.

Neue Angestellte arbeiten sich ein

So seien beispielsweise eine Reihe neuer Zustellerinnen und Zusteller eingestellt worden, um die Postflut wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Die Auswahl geeigneter Bewerber habe aber eine gewisse Zeit in Anspruch genommen. Die neuen Mitarbeiter müssten auch erst geschult und in der Praxis eingearbeitet werden. Die Deutsche Post bittet ihre Kunden um Verständnis, dass es einige Zeit brauche, bis die neuen Post- und Paketboten auf ihren Touren voll einsatzfähig sind.

Von Heinz Helwig

Mit einer Ausstellung erinnert die Potsdamer Gedenkstätte in der Lindenstraße an Jugendliche aus Werder, die in den 1950er Jahren für ihr Rebellentum in der DDR eingesperrt und verurteilt wurden. Zeitzeugen berichten.

09.07.2019

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, sagt Liane Schulz über ihre Entscheidung, das beliebte Café Hagemeister in Werder zu schließen. Hauptgrund ist Personalmangel.

08.07.2019

Beim 23. Kirsch- und Ziegelfest wurden am Wochenende die neue Kirschkönigin gekrönt und das schönste Anwesen im Ort und leckerste Kuchenrezept prämiert. Werders Bürgermeisterin gewann in einem besonderen Wettbewerb.

07.07.2019