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Werder (Havel) Aufräumen und Pumpen: Feuerwehrleute aus Werder helfen erneut in der Flutregion
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel)

Zweite Hilfsaktion: Feuerwehrleute aus Werder fahren wieder in die Flutregion Rheinland-Pfalz

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15:22 06.08.2021
Eine Feuerwehrfrau aus Werder beim Juli-Einsatz an der Ahr in Bad Neuernahr.
Eine Feuerwehrfrau aus Werder beim Juli-Einsatz an der Ahr in Bad Neuernahr. Quelle: Feuerwehr Werder
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Werder (Havel)

Fünf Feuerwehrleute aus Werder und den Ortsteilen fahren erneut zu einem Hilfseinsatz in das Flutkatastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz. Insgesamt reisen sie in der kommenden Woche mit 250 Einsatzleuten aus dem Land Brandenburg in diese Region, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte um Hilfe gebeten.

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Werderaner lösen erste Schicht ab

Die Hilfsaktion ist in zwei Einsätze aufgeteilt: Eine Brandschutzeinheit aus Teltow-Fläming ist bereits am 5. August mit Feuerwehrfahrzeugen und Technik zum Nürburgring gereist –von dort aus werden die Einsätze koordiniert. Die Werderaner Feuerwehrleute gehören zu einem zweiten Trupp, der am 10. August ins Katastrophengebiet fährt und die erste Schicht ablösen wird, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte.

Hauptamtliche und freiwillige Feuerwehrleute aus Brandenburg (Havel) werden bei diesem zweiten Einsatz von Kräften aus Potsdam Mittelmark unterstützt. „Sie kommen aus Werder (Havel) sowie aus Treuenbrietzen und Wiesenburg“, so der Vize-Kreisbrandmeister von Potsdam-Mittelmark, Jan Ehlers. „Das Hauptaugenmerk wird auf der Beräumung von Flutschäden und dem Umpumpen von verunreinigtem Wasser liegen.“

Längerer Einsatz als im Juli

Anders als beim letzten Einsatz im Juli werden die Feuerwehrleute diesmal jeweils sieben und nicht nur vier Tage unterwegs sein, informiert Jan Ehlers. „Abzüglich der Fahrtzeit ermöglicht das, fünf Tage im Katastrophengebiet zu unterstützen. Damit gibt es mehr zeitliche Spielräume für eine gründliche Erkundung der Lage vor Ort und eine zielgerichtete Hilfe für die Flutopfer.“

Werders Stadtbrandmeister Sebastian Schenk ergänzt: „Das Thema geht ja nochmal deutlich über das übliche ehrenamtliche Engagement bei den Feuerwehren hinaus.“ Dennoch hätten sich in Werder auf seine Anfrage hin erneut mehr Feuerwehrleute gemeldet, als für die Unterstützung angefordert wurden. „Für diese Bereitschaft danke ich nicht nur den beteiligten Feuerwehrkräften, sondern auch deren Arbeitgebern und Familien. Ohne deren Unterstützung wären so aufwändige Einsätze nicht machbar“, so der Stadtwehrführer weiter.

Wenige Tage nach der Flutkatastrophe im Juli waren vier Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau in den Landkreis Ahrweiler gefahren, wo das Hochwasser besonders schlimm gewütet hatte. Insgesamt beteiligten sich damals 125 Feuerwehrleute aus Potsdam-Mittelmark.

Von Luise Fröhlich