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Wiesenburg Umfeld des Schlosses soll für Rollis und Kinderwagen hergerichtet werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Umfeld des Schlosses soll für Rollis und Kinderwagen hergerichtet werden
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06:22 27.11.2019
Anne Lichtenstein aus Brandenburg an der Havel und Christoph Golze aus Dippmannsdorf beim Spaziergang im Wiesenburger Park. Die beiden hohen Stufen sollen durch eine bessere Treppe ersetzt werden. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Der Zugang zum Wiesenburger Park soll nicht länger einem Hindernisparcours gleichen. Das historische Feldsteinpflaster zwischen Rathaus und Schlossschänke „Zur Remise“ hält insbesondere für die zunehmende Zahl der Nutzer von Rollatoren viele Stolperfallen bereit. Die Wege zum Parterre im Garten selbst sind nicht minder buckelig oder löchrig und deshalb für Spaziergänger mitunter gefährlich. Sie müssen deshalb instand gesetzt werden.

Rund 820.000 Euro werden dafür wohl nötig sein. 75 Prozent der Kosten hofft die Kommune aus dem Leader-Programm der Europäischen Union bestreiten zu können. Die Aussichten sind nach Aussage von Gisela Burmeister vom Bauamt der Gemeinde Wiesenburg/Mark nicht schlecht. Deshalb hat eine deutliche parlamentarische Mehrheit die Antragstellung bei der Lokalen Aktionsgruppe Fläming/Havel befürwortet.

Drei Vorhaben gebildet

Das gilt ferner für die geplante Sanierung des Teehäuschens, die mit weiteren 286.000 Euro veranschlagt ist. Um die Wahrscheinlichkeit der Förderung zu erhöhen, sei das gesamte Vorhaben in der Wiesenburger Ortsmitte in drei Abschnitte eingeteilt worden.

Simone Rosse, Betreiberin des Parkcafés im Teehaus würde sich freuen, wenn das unter Denkmalschutz stehende Gebäude saniert würde. Quelle: René Gaffron

„Die Barrierefreiheit stand bisher nicht so im Fokus. Sie kann auch nicht nach den üblichen Ansprüchen geschaffen werden“, sagt Planer Gunnar Lange aus Bad Belzig. Schließlich müsste auch den Ansprüchen des Denkmalschutzes genügt werden. „Wir können Park und Schlossumfeld generationengerecht herrichten“, hat der Landschaftsarchitekt demnach versprochen. Er war während der großen Restaurierung des Gartendenkmals in den 80er- und 90er-Jahren als Parkleiter tätig und kann entsprechend orts- und sachkundig die Probleme beurteilen und Vorschläge unterbreiten.

So soll im Vorschloss-Areal bis hinunter zur Schlossschänke ein Streifen mit 90 Zentimeter breiten Granitplatten verlegt werden – mit Anschluss zur Schlossbrücke und zum Mehrgenerationenspielplatz hinter dem Männekentor. Rollstühle und Kinderwagen könnten dann dort bequem entlang geschoben werden. Am Quergebäude muss das teilweise beschädigte Holz an der Rampe gewechselt werden. Vor den sogenannten Lehrerhäusern wird ein weiterer Behinderten-Parkplatz geschaffen.

Kleines Pflaster im Park

Ein Problem sind die direkten Parkzugänge. Sie werden bei den immer häufiger werdenden Starkregenfällen vom Wasser ausgespült. Deshalb soll neben der Schlossschänke statt der bisherigen Deckschicht ein kleinteiliges gelbes Pflaster verwendet werden. Das gleiche Material soll als Ersatz für das bisher asphaltierte Gefälle neben dem Teehäuschen zum Einsatz kommen. Der anderenorts durchaus auch eingesetzte farbige Bitumen wird für den Wiesenburger Park nicht empfohlen.

Teehaus braucht Totalsanierung

Das Teehäuschen, in dem Simone Rosse seit 30 Jahren das Parkcafé betreibt, soll ebenfalls saniert werden. Von der Dämmung des Gebäudes, dem Austausch von Fenstern bis zur Neuinstallation von Leitungen reicht das Spektrum.

Rund 286.000 Euro werden mindestens fällig, 71.000 Euro zahlt die Kommune. Sowohl im Interesse des Denkmalschutzes als auch um Nebenkosten beim Betrieb zu senken, wie Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) begründet.

Gerd Metzger indes hat Befürchtungen angebracht, die Lokalität wäre mit der künftig höheren Miete nicht zu betreiben. Wie der Rathauschef betont, geht es eher darum, den Betrieb für die Zukunft zu sichern.

Nicht zuletzt zeichnet sich das Ende des Zwei-Stufen-Absatzes unmittelbar an der Fürstenkrone ab. Statt 2 x 20 Zentimeter-Stiege sollen eine 3 x 14-Zentimeter-Konstruktion das Überwinden des Höhenunterschiedes erleichtern. Ob daneben auch noch eine Rampe für die Rollis eingerichtet werden kann, wird bei der weiteren Abstimmung mit der Behörde noch zu besprechen sein. Das hat der Abgeordnete Steffen Teuber aus Reetz jedenfalls angeregt.

Dieser Zugang hinter der Kunsthalle soll bald wieder geschlossen werden. Quelle: Rene Gaffron

Fest steht hingegen, dass der Parkzugang hinter der ehemaligen Brennerei wieder geschlossen wird. Das Provisorium war im Zuge verschiedener Bauvorhaben im Umfeld entstanden. Doch handelt es sich nach Einschätzung von Gunnar Lange um einen durchaus sensiblen Gartenbereich und deshalb wird die Führung der Besucher zum etablierten Ein- und Ausgang zwischen Quergebäude und Schlossbrücke empfohlen.

Von René Gaffron

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