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Wiesenburg Die „Raum-Pioniere“ sind auf Raumsuche
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Die „Raum-Pioniere“ sind auf Raumsuche
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06:46 20.06.2018
Die Raum-Pioniere wollen einen Treff für Teenager schaffen. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Zunächst einmal muss ein Vorurteil ausgeräumt werden: Jugendliche sitzen nicht nur in ihrem Zimmer und kommunierzieren nur via Internet. „Im Gegenteil. Wir gehen gern raus. Aber noch besser wäre es, wenn wir einen Treffpunkt hätten“, sagt Lenny Idigkeit.

Das Domizil einzurichten, ist das Ziel der Raum-Pioniere. Fünf bis zwölf Jungen und Mädchen kommen seit April alle zwei Wochen zusammen, um diese Idee zu verwirklichen. Darauf haben sie sich nach Abwägung ihrer Wünsche verständigt. Damit das Vorhaben realisiert werden kann, stehen immerhin 3000 Euro zur Verfügung.

Das Ministerium für Infrastruktur und ländliche Entwicklung sowie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport haben das Geld bereit gestellt. So soll das Anliegen unterstützt werden, dass Jugendliche auf dem Lande in die Ortsentwicklung einbringen – ohne sich in langwieriger Gremienarbeit zu verlieren. Anne Leschke aus Schmerwitz steht beratend zur Seite.

Das blaue Wunder, der Container neben der Grundschule „Am Schlosspark“ ist zwar wieder als Jugendklub etabliert. Doch eher für die Älteren und es stellt für die jüngeren Raum-Pioniere eher nicht den Wohlfühlort dar. „Den wollen wir uns selbst gestalten“, erklärt Jasper Kamainski. Wo das aber möglich sein könnte, wissen er und die Mitstreiter noch nicht.

„Wir haben schon einige Gebäude in Augenschein genommen. Aber zum Beispiel die Rote Villa oder die ehemalige Gaststätte Fräßdorf werden es nicht“, sagt Hermine Spatzier etwas ernüchtert nach dem Ortsrundgang. „Das Quartier sollte 40 Quadratmeter groß sein, möglichst Toilette und Küche haben, zentral und in einem toleranten Umfeld gelegen sein“, erklärt die 15-Jährige.

Keineswegs soll es eine Partyhölle werden, die rund um die Uhr geöffnet ist. Eher ein Treff, geführt mit erwachsener Vertrauensperson und begrenzten Öffnungszeiten wie der Jugendladen des Christlichen Vereins junger Menschen in Bad Belzig.

Im besten Fall kann der Raum sogar generationsübergreifend genutzt werden, hat sich der Nachwuchs ausgedacht. In jedem Fall läuft die Recherche im Verwandten- und Bekannten kreis weiter, Firmen sollen als Förderer geworben werden. Nicht zuletzt soll Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) als Partner gewonnen werden. Ein Gesprächstermin ist vereinbart.

Eine Hoffnung ist, dass die Publikation in der MAZ zur Lösung des Raumproblems beiträgt. Nach den Sommerferien soll nämlich die praktische Umsetzung folgen.

Raumangebote gehen an Anne Leschke, Wiesenburg, 0160/21 43 992.

Von René Gaffron

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