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Wiesenburg Endlich neue Aschenbahn für das Flämingstadion
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Endlich neue Aschenbahn für das Flämingstadion
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18:12 30.12.2019
Der TSV Wiesenburg lässt die Aschenbahn im Flämingstadion sanieren. Deshalb sind dort jetzt Bauarbeiter am Werk. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Das Flämingstadion liegt in letzter Zeit häufig verweist da. Das begründet sich an den Wochenenden damit, dass mangels Mannschaft dort momentan keine Fußballspiele ausgetragen werden. Doch auch während der Woche schlagen der Schul- und Vereinssport schon länger einen Bogen um die Anlage. Wahlweise der Matsch nach Regen oder die ausgespülten Stolpersteine stellen höchste Verletzungsgefahr auf der Aschenbahn dar.

Der TSV Wiesenburg lässt die Aschenbahn im Flämingstadion erneuern.

Kurz vor Weihnachten ist nun doch noch Bewegung ins weiter Rund gekommen. Denn endlich wird die Piste saniert. Mit schwerer Technik sind die Landschaftsbauer von der Keller-Tersch-GmbH aus Schönebeck jetzt angerückt. Denn der Aufbau erfolgt von Grund auf, wie Wolfgang Eilert erklärt. Als Vorsitzender des TSV Wiesenburg ist er quasi der Bauherr.

Anlauf seit zwölf Jahren

Jener müht seit mehr als zehn, zwölf Jahren um die Ausbesserung. Vor drei Jahren schien das Vorhaben bereits auf einem guten Wege. Der Austausch der Oberfläche in Angriff genommen werden. „Doch der Antrag auf Übernahme der Kosten aus dem Europäischen Programm für ländliche Entwicklung setzte statt dessen Tiefgründigkeit im Sinne des Wortes voraus“, weiß Wolfgang Eilert zu berichten. Im Ergebnis dessen wurde die oberflächliche Instandsetzung immer anspruchsvoller, so dass selbst professionelle Fachplaner vor Herausforderungen gestellt waren.

„Der Höhepunkt war, dass die Radien der Kurven nachgebessert werden mussten“, erzählt Wolfgang Eilert. Als Leiter des kommunalen Bauhofes im Hauptberuf durchaus im Umgang mit Regeln und Vorschriften erfahren, staunte er jedoch nicht schlecht, dass die Radien an der Westkurve um exakt 1,15 Meter und in der Ostkurve um 0,90 Meter verändert werden mussten.

Verwunderung bei Sportlern

Das vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport verwaltete Geld aus Brüssel gibt es nur im Fall des normgerechten Ausbau, heißt es. Mehrkosten inklusive. „Dabei ist es unwahrscheinlich, dass überhaupt offizielle Meisterschaften im Flämingstadion stattfinden“, sagt Carsten Neumann. Doch wartet auch der Chef der Leichtathletik- und Nachwuchs-Abteilung ungeduldig auf das, was nun bis Frühjahr entstehen soll: eine wassergebundene Decke auf rotem Schotter. Auf der Geraden wird sie reichlich sechs Meter breit sein und dann Platz für fünf Bahnen bieten; in den Kurven und auf der Gegengeraden sind es drei.

Rund 185.000 Euro sind zunächst einkalkuliert. 30 Prozent davon trägt der Verein. Das kann er stemmen, weil Wolfgang Eilert von der Verwaltung fachliche Unterstützung und Zeit eingeräumt bekommt. Ausschließlich im Ehrenamt wäre das nicht möglich gewesen, sagt er.

300 aktive Sportler

Der TSV Wiesenburg ist 1956 gegründet worden. Die Einweihung des Flämingstadions mit Aschenbahn erfolgte am 7. September 1957.

In der Folge es, den Trägerbetrieben folgend, zur Umbenennung in BSG Traktor und BSG Stahl.

Der Verein zählt 300 Mitglieder, Tendenz steigen. Sie sind aktiv in den Abteilungen Gymnastik, Kindersport, Leichtathletik (Parkläufer), Volleyball, Fußball, Tennis, Tischtennis, Badminton, Radwandern und Wandern.

Dennoch ist es ein Wagnis. „Der Verein muss jeweils in Vorleistung gehen. Erst nach der Bezahlung können die Rechnungen eingereicht und die anteiligen Fördermittel abrufen“, erklärt Wolfgang Eilert. Mit Kassenwartin Hannelore Hinze muss er den sonst mittleren fünfstelligen Etat im Blick behalten.

Aushub muss entsorgt werden

Aktuell wurde erst einmal ein Großteil von rund 1500 Kubikmeter Schottertragschicht ausgebaut und entsorgt. Das Schlacke ähnliche Material ist laut Schilderungen der Altvorderen. beim Aufbauwerk in den 50er-Jahren aus Piesteritz herübergebracht worden. Es ist immerhin deponiefähig und wird nach dem Sieben fachlich korrekt entsorgt, so Wolfgang Eilert.

Am Rande sind auch schon die ersten von rund 1100 Meteren Rasenkantensteinen gesetzt worden. Im Frühjahr geht es in die finale Phase. Das lässt die Sportler zumindest zuversichtlich ins neue Jahr blicken. Ein größeres Sportfest –wenn der Kunstrasenplatz für die Tennis-Abteilung nachgerüstet und der Rasen auf dem Fußballfeld wieder gedeiht –soll das Werk dann krönen.

Von René Gaffron

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