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Wiesenburg Netto-Erweiterung immer noch nicht entschieden – Pläne werden wieder ausgelegt
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Netto-Erweiterung immer noch nicht entschieden – Pläne werden wieder ausgelegt
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15:15 05.06.2019
Auf der Papierform ein Mischgebiet: An der Wiesenburger Friedrich-Ebert-Straße gibt es neben dem Supermarkt noch ein paar Geschäfte mehr. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Das Warten auf den Ausbau des Netto-Markte geht weiter. Die Gemeinde Wiesenburg/Mark muss den Bebauungsplan für das Areal an der Friedrich-Ebert-Straße nochmals für Stellungnahmen auslegen. Darüber hat Bauamtsleiterin Anke Glistau informiert. Die Parlamentarier haben mit einer Gegenstimme für das Anliegen gestimmt. Es hat sie die ganze Wahlperiode begleitet.

Seit vier Jahren liegen die Pläne auf dem Tisch. Die Handelskette will ihre Filiale an der Friedrich-Ebert-Straße von 756 auf 952 Quadratmeter erweitern. Die Erweiterung des Sortiments von 3700 auf 4000 Artikel wird im Grunde von den Lokalpolitikern befürwortet.

Moderne Warenpräsentation

Zumal die Waren dadurch bequemer erreichbar seien und moderner präsentiert werden sollen. An der Giebelseite soll ein Café öffnen. Das scheint im Interesse der Allgemeinheit zu sein.

Doch hatten die Gesundheits- und Umweltbehörden auf die verstärkte Lärmentwicklung hingewiesen, die dann entstehen könnte. Die Kreisverwaltung hatte deswegen gefordert, an der Südseite des Parkplatzes eine Lärmschutzwand zu installieren.

Ganz im Widerspruch zu den Interessen der Anwohnerin, deren Grundstück hangabwärts in der Brunnenstraße etwa 1,50 Meter tiefer gelegen und am ehesten betroffen wäre. „Die optische Beeinträchtigung ist viel größer“, sagte Marianne Kötzing seinerzeit. „Mitunter steht ein Lastkraftwagen an der Stelle. Dann hat man eine Vorstellung, wie das wirken kann“, so die Physiotherapeutin.

Die von den Planern und Beamten erarbeitete Lösung besteht nunmehr darin, das Areal samt Umfeld als Mischgebiet auf dem Papier zu deklarieren. Dann sind auch sogenannte nicht störende Gewerbe wie Läden, Büros und Werkstätten zulässig.

Davon gibt es noch einige in dem 1300-Einwohner-Ort. Sie dürfen dann sogar 65 statt 60 Dezibel Lärm verursachen, hieß es zur Erklärung.

Keine weiteren Beeinträchtigungen

An der Ortsdurchfahrt ist das häufig genug nur eine theoretische Vorgabe. Anke Glistau zerstreute Bedenken, dass den Anwohnern andere Nachteile aus der formellen Ausweisung des Wohngebietes entstehen könnten.

Immerhin: Die Kommune hegt inzwischen berechtigte Hoffnung, selbst die benachbarte Rote Villa sanieren zu können. Sie schien bereits dem Verfall preisgegeben. Vorgesehen ist, das in dem Backsteingebäude künftig Büros für die Lokale Aktionsgruppe Fläming-Havel und im Erdgeschoss eine Physiotherapiepraxis untergebracht werden.

Von René Gaffron

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