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Wiesenburg Kräuter aus aller Welt sind gefragt
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15:55 13.05.2019
Buntes Treiben beim Wiesenburger Blumenmarkt: Bernd Neubauer (links) und Matthias Seidler repräsentieren die Kräuterscheune aus Oranienbaum-Wörlitz.. Quelle: Johanna Uminski
Wiesenburg

Pünktlich zum Muttertag hat sich der schönste Sonnenschein im Hohen Fläming eingestellt. Dem 19. Blumenmarkt auf dem Wiesenburger Goetheplatz bescherte „Klärchen“ damit noch mehr Besucher als in den Vorjahren.

Gartenfreunde kamen auf ihre Kosten und konnten auf ein umfangreiches und vielfältiges Angebot zurückgreifen. Anbieter präsentierten einheimische Produkte, aber auch Raritäten vor dem Schloss. Doch nicht nur Pflanzen- und Blumenkenner zog es zu dem Ereignis, auch viele Familien und ihre Kinder nutzen die Angebote wie etwa Blüten filzen und Blumenkränze flechten.

Impressionen vom Wiesenburger Blumenmarkt

Über 10 Mal hat Karola Fröbe die Veranstaltung schon besucht. „Mein Auto ist schon fast voll“, erzählt die Niemegkerin, die bereits einen weiteren vollen Korb mit vielfältigen Pflanzen mit sich trägt. Die Wahl fiel dieses Mal auf Elfenblumen, Geranien, Zucchini, Hokkaidokürbis und Gurke. „Ich bin hier, weil ich ein Blumen-, Kräuter- und Gartenfan bin.“ Die Besucherin schätzt das vielfältige Angebot des Wiesenburger Blumenmarktes. „Man bekommt hier fast alles und das Flair ist sehr schön.“

Enkel frönt dem gleichen Hobby

Auch ihr neunjähriger Enkelsohn hat das Hobby für sich entdeckt. „Ich ziehe selbst Pflanzen wie Sonnenblumen und Zierkürbisse“, erzählt Erik Fröbe, der diese Passion bereits seit seinem 6. Lebensjahr verfolgt. „Das macht einfach Spaß“, betont der Schüler.

Bernd Neubauer aus Wörlitz bietet Beet- und Balkonpflanzen einer typischen Landgärtnerei an. Seit 18 Jahren finden sich in seinem Sortiment auch verschiedene Kräuterarten. „Früher waren Schnittlauch und Petersilie gefragt. Heute wollen die Besucher eher ausländische Kräuter wie Pilzkraut“, erklärt der Gärtner. Aber auch vietnamesischer Koriander und afrikanisches Zitronenkraut sind sehr gefragt. Er schätzt das gemütliche Ambiente und das vielfältige Angebot des Wiesenburger Blumenmarktes, den er seit über zehn Jahren mit seinem Angebot ansteuert.

Nachfrage nach Inka-Wurzeln

 In diesem Jahr haben es die Marktbesucher vor allem auf seine Inka-Wurzeln abgesehen. „Das ist ein Wurzelgemüse, das vor allem für Diabetiker von Interesse ist, weil es den Blutzucker reguliert“, erklärt der Gärtner, der das Ambiente des Blumenmarktes toll findet. „Die Kunden und Besucher schätzen hier die gemütliche Marktatmosphäre.“

Fachsimpelei gehört dazu

Am Stand von Niels Gade aus Güterfelde (Stahnsdorf) konnten Besucher Purpurglöckchen käuflich erwerben. „Das ist eine Blattschmuckstaude, die winterhart und wintergrün ist“, erklärt der Rentner, der bereits zum 4. Mal beim Blumenmarkt in Wiesenburg dabei ist. „Mir gefällt hier, dass kein Eintritt bezahlt werden muss, die familiäre Atmosphäre und dass man alte Kunden trifft, mit denen man sich austauscht.“ Seit drei Jahren findet sich in seinem Sortiment ein vielfältiges Angebot an Taglilien. „Das ist ein Blütenkranz, bei den die Blüten nacheinander blühen“, erklärt der gelernte Gartenbauingenieur. „Wenn es kühler ist, blüht die Blüte auch mal zwei Tage.“

Beim Wiesenburger Blumenmarkt hatten Thomas Weber und Tochter Emma einen schönen Platz am Rande. Quelle: Johanna Uminski

Im Handwerkskeller von Katrin Weber tummeln sich Kunst- und Handwerksbegeisterte, die bei ihr umfangreiche Aufbau-Keramik, Filz- und Webarbeiten finden. „Fast alle meine Vogelhäuser habe ich heute verkauft“, erzählt die Töpfermeisterin, die das bunte Treiben vor der Tür sehr schätzt. „Ich mag das schöne Flair, einfach durch die vielen Pflanzen und die vielen Farben.“

Debütant mit Brot aus mobilem Ofen

Zum ersten Mal ist Rudolf Hahnel aus Ueckermünde dabei. Im Gepäck hat er verschiedene Brotsorten. Im 200 Grad heißen mobilen Holzofen steckt der Grambiner Torfstecher. „Das Brot schmeckt etwas bitter und würzig“, erklärt er.

Jung und Alt erfreuten sich an der Vbunten Vielfalt beim 19. Wiesenburger Blumenmarkt. Quelle: Johanna Uminski

Auf dem Mehrgenerationenspielplatz haben es sich die Mitarbeiterin des Familienzentrums, die Schulsozialarbeiterin und der Jugendkoordinator gemütlich gemacht. Mit den Kindern schmücken sie Blumentöpfe mit bunten Keramikstückchen. „Wir treffen hier viele Leute und Familien“, erklärt Jana Teske, Koordinatorin des Familienzentrums. Die Einrichtung soll am 21. Juni eingeweiht werden. dann steht das nächste Fest am Goetheplatz ins Haus.

Von Johanna Uminski

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