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Wiesenburg Nach 25 Jahren: Feuerwehr freut sich über neues Einsatzauto
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Nach 25 Jahren: Feuerwehr freut sich über neues Einsatzauto
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14:05 18.01.2019
Lichterfest in Wiesenburg: Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 begeistert die Kameraden der Feuerwehr. Quelle: Feuerwehr Wiesenburg
Wiesenburg

Mit Blaulicht fährt ein 16 Tonnen schweres Gefährt in das Wiesenburger Feuerwehrgerätehaus am Borner Weg 2 a ein. Dutzende Gäste jubeln, denn sie wollen das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) betrachten. Das HLF 20 hat 290 PS, kann 1800 Liter Wasser speichern, verfügt über ein Automatikgetriebe und einen Allradantrieb.

Das erste neue Feuerwehrauto seit 25 Jahren sorgt in Wiesenburg für Freude bei den Kameraden. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 kostet 404.000 Euro und soll bis zu 30 Jahre eingesetzt werden.

404.000 Euro kostet das Fahrzeug

Es bietet Platz für neun Kameraden und soll ein Allrounder sein, der es ermöglicht, mit weniger Leuten mehr zu schaffen. Das Feuerwehrauto kostet 404.000 Euro, hiervon steuerte das Land Brandenburg 175.000 Euro Fördermittel bei.

„Ein Fahrzeug in der Größenordnung haben wir noch nicht gekauft“, sagt Ordnungsamtsleiter Jens-Uwe Werner, der auch für die Feuerwehren zuständig ist. Mit einer Fernbedienung steuert er im Gerätehaus einen Lichtmast und betont, dass er immer für neue Technik zu begeistern sei.

Moderne Technik im HLF 20

Die Gäste und Kameraden beobachten Verbandszeug, eine Rettungsplattform, die Wärmebildkamera und den Rettungsspreizer. Dieser wird eingesetzt, wenn Unfallopfer eingeklemmt sind und aus ihrem Fahrzeug herausgeschnitten werden müssen.

Hierbei beträgt die Spreizkraft 53,2 Tonnen, die Schere kann hingegen eine Masse von bis zu 180 Tonnen zerschneiden. Zusätzlich fördert eine Feuerlöschkreiselpumpe bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute.

Außerdem sind die Standortdaten der Hydranten in der Gemeinde ab sofort per Tablet einsehbar. Tobias Schulz ist stolz auf das HLF 20. „Ein Fahrzeug mit dieser modernen Technik haben wir uns immer erträumt. Jetzt muss man erstmals realisieren, dass es wirklich hier steht“, sagt der 28-Jährige, der bei der Fahrzeugabholung bereits am Steuer saß.

Denn das Gefährt stand in Luckenwalde bei der Firma Rosenbauer im Entwicklungs- und Fertigungszentrum für Feuerwehrfahrzeuge. Die Wiesenburger Feuerwehr startete in den letzten Tagen einen Countdown auf ihrer Facebookseite, um auf die Ankunft des neuen HLF 20 hinzuweisen. Ein Video zeigt dort, wie das Fahrzeug das Gelände in Luckenwalde verlässt und in Richtung Wiesenburg startet.

Frisch aus dem Werk ;)

Gepostet von FEUERWEHR WIESENBURG am Donnerstag, 17. Januar 2019

„Vorher haben wir stundenlang jedes Detail geprüft, von der Leiter bis zum Schraubenzieher“, sagt Tobias Schulz. Sein Vater Jürgen Schilling ist bereits seit 50 Jahren bei der Wiesenburger Feuerwehr, Schulz seit 20 Jahren.

Letztes neues Fahrzeug vor 25 Jahren

„Und nun sitze ich hier“, sagt er und erinnert sich an die letzten neuen Fahrzeuge. Im Jahr 2001 wurde ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) für Medewitz erworben. Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für den Ortsteil Wiesenburg erfolgte 1994.

„Auch deshalb ist es etwas Außergewöhnliches“, kommentiert Schulz. Für viele der Kameraden ist es das erste neue Feuerwehrauto, für einige auch das letzte. Denn das HLF muss 20 bis 30 Jahre durchhalten. Noch ist die Faszination ungebrochen.

Ein Lichtmast, der für die Ausleuchtung der Rettungsstelle sorgt, eine Schnellangriffseinrichtung für Kleinbrände und ein Sprungpolster auf dem Fahrzeug begeistern die Beobachter. „Ich könnte noch eine Stunde weiter aufzählen“, sagt Schulz.

Bei der Wiesenburger Feuerwehr engagieren sich aktuell 35 Mitglieder. Auch der Feuerwehrförderverein investierte in die Technik und steuerte bis zu 10000 Euro bei. Nun werde es laut Schulz darauf ankommen, die Kameraden mit den Geräten am neuen Fahrzeug vertraut zu machen.

Hoffnung auf Nachwuchs

„Bei einem nagelneuen Fahrzeug ist es ja nicht so, dass man es holt und dann ist es gut“, sagt Schulz. Im Einsatz müsse jeder Handgriff sitzen. Er hofft auf weitere interessierte Einwohner, die sich als Ehrenamtler beteiligen.

Diese können dann jeden Mittwoch ab 18 Uhr im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wiesenburg dabei sein. „Je mehr Mitglieder es werden, desto besser“, argumentiert Schulz, denn allein seien einige der Herausforderungen nicht zu schaffen.

Von André Großmann

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