Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wiesenburg Osterhase findet den Weg ohne Feuerschein
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Osterhase findet den Weg ohne Feuerschein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 22.04.2019
Katja Borchhardt bracht Osterüberraschungen für denNachwuchs mit. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg/Grubo

Die Entscheidung, auf das Osterfeuer zu verzichten, ist in Grubo schon im Lauf der Woche gereift. „Es findet sonst immer am Borner Berg statt, direkt an der Waldkante –das wäre echt zu heiß geworden“, sagt Michael Borchhardt. Er ist Chef der 40-köpfigen Löschgruppe und Ortsbeiratsmitglied und steht somit doppelt in der Verantwortung.

Treff auf Anger statt am Borner Berg

Bei der puren Absage blieb es freilich nicht. Vielmehr wurde –wie vielerorts –kurzerhand ein Treff am Gerätehaus auf dem Anger verabredet. „Die Bratwürste und die Getränke waren schließlich längst gekauft“, so Borchardt, der am Sonnabend obendrein noch den Grillmeister mimte. Ehefrau Katja gab den Osterhasen und verschenkte schon einige süße Naschereien an den Nachwuchs. Die Jungen und Mädchen konnten später immerhin noch Stockbrot an der Feuerschale backen.

„Sicherheit geht vor“, zeigte auch Martin Axten Verständnis dafür, dass kein großes Feuer entzündet worden ist. Seit vier Jahren ist er mit der Familie in dem 180-Einwohner-Dorf zu Hause. Den Kindern wäre die Absage schon zu vermitteln, sagt er. Doch seien sie eher an der Suche nach den bunten Eiern am nächsten Tag interessiert.

Einige Feuer unter Auflagen

Im Hohen Fläming hatten die Kommunen sehr unterschiedlich auf die aktuell schon wieder sehr hohe Waldbrandgefahr reagiert. Im Amt Brück und in der Stadt Bad Belzig waren vorsorglich alle Genehmigungen am Gründonnerstag kassiert worden, im Amt Niemegk, der Stadt Treuenbrietzen und der Gemeinde Wiesenburg/Mark war es möglich, unter Auflagen einige Feuer zu entfachen.

Das Osterfeuer am Wiesenburger Wasserturm wurde gegen 18 Uhr entfacht. Quelle: FFW Wiesenburg

Am Wiesenburger Wasserturm ist die erst im Vorjahr wieder belebte Tradition so realisiert worden. Dort haben die Blauröcke auf einem frisch gepflügten Acker das von Einwohnern gebrachte Holz angenommen und postiert. Der staubige Untergrund war nochmals gewässert worden. Dank eines Tankwagens, den das Landgut Reppinichen zur Verfügung gestellt hatte, konnte so eine Löschwasserreserve von 30.000 Litern vorgehalten werden. Beim Aufbau war ein Radlader von der Biogas-Anlage mit im Einsatz.

Zirka 200 Besucher am Wasserturm

Der Aufwand sollte sich gelohnt haben. Etwa 200 Einheimische, Ehemalige und Gäste pilgerten schließlich zum nördlichen Ortsrand, um dort der Geselligkeit zu frönen. Die lodernden Flammen waren zunächst lediglich Kulisse. Denn erst nach Einbruch der Dunkelheit, brauchte es deren Wärme. Ansonsten dürstete den Besuchern mehr nach einem kühlen Blonden.

Pfarrer Matthias Stephan hielt am Ostermorgen den Gottesdienst in der Gruboer Dorfkirche. Quelle: Privat

In Grubo ging es Sonntagfrüh beim Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Stephan in der festlich dekorierten Kirche weiter. Dann versammelte sich die Gemeinschaft zum Osterfrühstück.

Von René Gaffron

Die Rückkehr des Elches in Zauche und Fläming hält die Bewohner in Atem. Das Tier wirkt zutraulich. Die Naturparkverwaltung hat jedoch davor gewarnt, sich ihm achtlos zu nähern.

24.04.2019

Ein großes Brandrisiko durch Osterfeuer sehen Ordnungsämter und Brandschützer angesichts der zweithöchsten Waldbrandwarnstufe. Im Hohen Fläming sind daher einige Osterfeuer verboten worden.

18.04.2019

Etliche Kinder und Jugendliche haben über Verteilung mit abgestimmt. Besonders erfolgreich wurde in Kuhlowitz/Preußnitz mobilisiert. In den Jugendraum soll der größte Betrag fließen.

17.04.2019