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Wiesenburg So kommt Leben auf die Friedhöfe
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg So kommt Leben auf die Friedhöfe
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07:00 20.09.2019
Eine Sandnelke wie diese hat sich bereits auf dem kirchlichen Friedhof Jeserig/Fläming etabliert Quelle: Rother/privat
Wiesenburg

Auf den Friedhöfen der Gemeinde Wiesenburg/Mark zieht Leben ein. Jedenfalls wenn der Plan der Reetzer Naturschutzstiftung aufgeht. Sie will dort Blühwiesen anlegen, auf denen sich schon im nächsten Sommer die Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten tummeln können.

Ins Auge gefasst sind zunächst zwei Dutzend Flächen auf elf Ruhestätten. Sie messen zwischen 160 Quadratmetern in Neuehütten und 940 Quadratmetern in Lehnsdorf. Die Idee wird gerade in den Sitzungen der Ortsbeiräte erörtert.

Was für einer größere Artenvielfalt sorgen soll, hilft andererseits den Aufwand für die Mitarbeiter des Bauhofes zu reduzieren. Sie bräuchten nur noch einmal pro Jahr zur Mahd kommen.

Schild erklärt Wildwuchs

„Deshalb gehört zum Vorhaben ausdrücklich ein Informationsschild, auf dem der künftig gewollte Wildwuchs erklärt wird“, sagt Ulrich Jarke. Gemeinsam mit Stiftungsmitarbeiter Oliver Müller zeichnet er für das Projekt verantwortlich. Derzeit sorgt mitunter der Anblick des Rasens für Ärger, so ihre Erfahrung.

Neben seiner fachlichen Kenntnis bringt der Wiesenburger Parkleiter noch die mit 7200 Quadratmetern größte Fläche ein. Denn in der 2004 hergestellten Sichtachse zwischen Eisenbahnlinie und Schloss sollen in Zukunft ebenfalls heimische Pflanzen wachsen und gedeihen. Zuvor muss das Areal mit den alten Baumstubben einmal gemulcht werden.

Ausgebracht wird kein Saatgut aus der Tüte, sondern am besten wird Heu abgelagert – zum Beispiel aus dem Gartendenkmal selbst oder aus den Belziger Landschaftswiesen, so dass sich heimische Botanik natürlich ausbreiten kann. Auf den Friedhöfen werden es nach Aussage des Experten wohl Trocken- und Halbtrockenrasengewächse sein, die es anzusiedeln gilt.

Stiftung seit 2018

Dieses Verfahren ist kostenintensiv. Deshalb wird die Stiftung noch versuchen, weitere Förderquellen einzuwerben.Sie war im vergangenen Jahr gegründet worden.

Der Betreiber des Tontagebaues Reetz hatte nach Versäumnissen bei der Renaturierung des Areals in Abstimmung mit dem Naturschutzbund eine sechsstellige Summe für genau solche Zwecke des Landschaftsschutzes in unmittelbarer Umgebung bereit gestellt.

„Es gibt schon positive Erfahrungen“, so Jarke. Auf dem kirchlichen Friedhof von Jeserig/Fläming hat sich die Sandnelke etabliert. Zu deren Schutz wird dort auf einer Teilfläche auf regelmäßige Pflege verzichtet und nur einmal im Spätsommer gemäht.

Um den Nutzen nachzuweisen, empfiehlt sich laut Parkleiter eine Dokumentation der Arten jetzt und nach der Aufwertung.

Von René Gaffron

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