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Wiesenburg Wiesenburger Plan: Wohnen im alten Drahtwerk-Sozialgebäude
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Wiesenburger Plan: Wohnen im alten Drahtwerk-Sozialgebäude
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15:57 26.06.2019
Das Sozialgebäude der Drahtzieherei soll ersteigert werden. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Das Sozialgebäude der ehemaligen Drahtzieherei soll Eigentum der Gemeinde Wiesenburg/Mark werden. Das hat Bürgermeister Marco Beckendorf (Linke) vorgeschlagen und sich Rückendeckung im Parlament eingeholt. Das ortsbildprägende Gebäude kommt unter den Hammer. Es soll am 18. September im Zuge einer Zwangsversteigerung erworben werden. Als Kaufpreis wird zuerst der Verkehrswert von 13 000 Euro aufgerufen.

Der Zweigeschosser von 1968 bietet ein Fläche von mehr 1500 Quadratmetern. Zu Zeiten des volkseigenen Betriebes beherbergte er Büros, Küche und Speisesaal sowie im Keller die kommunale Bibliothek. Nach der Wende wurde er vom Betrieb nicht mehr genutzt und kam in Privatbesitz. Seither verfällt das Haus.

Drinnen stapeln sich Sperrmüll und anderer Hausrat. Für das Ensemble – einschließlich Pförtnerhaus an der Görzker Straße – ist deshalb schon vor längere Zeit eine Gefahrenabwehrverfügung erlassen worden. Ohne Wirkung.

Unrat muss entsorgt werden

„Eine Einigung zur Übernahme konnte mit dem Eigentümer nicht erzielt werden“, berichtet Marco Beckendorf auf MAZ-Nachfrage. Nachdem er sich das Haus angesehen hat, geht er davon aus, dass der Unrat zügig entsorgt werden könnte. Dann, so ist es der Plan des Verwaltungschefs, ließen sich bis zu neun Wohnungen darin herrichten. Abgesehen von einem reparablen Dachschaden habe der Plattenbau eine gute Bausubstanz.

Nach Aussage von Marco Beckendorf gibt es gute Aussichten auf ein Förderdarlehen von der Investitionsbank des Landes. Ob der günstigen Zinslage hält sich die Belastung in überschaubarer Größenordnung.

Derweil sich nach Einschätzung des Bürgermeisters der aktuell etwa 60 Quartiere umfassende Wohnungsbestand und damit die Effektivität ihrer Verwaltung verbessert. Ungeachtet der gerade erfolgten Mieterhöhungen liegen die Mieten laut Beckendorf derzeit in der Regel noch unter 5 Euro je Quadratmeter.

Wohnungsbedarf steigt

Bei einem zum größten Teil barrierefreien Ausbau sollten zwei Drittel der Quartiere preisgebunden (4,90 Euro je Quadratmeter) an Mieter mit geringen Einkommen vergeben werden.

Der Bedarf scheint gegeben, wie die Nachfrage der Wohnungen im sanierten Block an der Friedrich-Ebert-Straße zeigt. Diesen hatte die Kommune vor drei Jahren an Bernd Gobel aus Ziesar verkauft, weil sie sich nicht zur Sanierung in der Lage gesehen hatte.

Einen Abriss des Sozialgebäudes – entweder ersatzlos oder um Platz für einen Neubau zu schaffen – wird an der Hanglage und mit dem weiterhin angestrebten Gewerbe im Hintergrund ehr kritisch betrachtet.

Von René Gaffron

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