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Potsdam-Mittelmark Kinder des Flämings im Einklang mit der Natur
Lokales Potsdam-Mittelmark Kinder des Flämings im Einklang mit der Natur
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11:52 03.07.2014
Quelle: U. Klemens
Nichel

„Es ist das Wurzelwerk aus meiner Kindheit, das hier zum Tragen kommt“, sagt die 30-jährige Kathleen Reuner. Sie hat Touristik- und Reisemanagement studiert und sich dabei auf Naturtourismus spezialisiert. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich anderen nicht nur davon erzählen möchte, wie sich Natur intensiv erleben lässt, sondern es auch tun“, sagt sie.

Auch für den Treuenbrietzener Christian Senst war die dreijährige Ausbildung zum Überlebenstrainer und Archäotechniker in Tirol einer der Höhepunkte auf seinem Weg zum Naturpädagogen. „Im Ökologischen Jahr in einem Waldkindergarten habe ich gemerkt, dass das genau das ist, was ich will: Mit Menschen zu arbeiten und ihnen das Leben im Einklang mit der Natur nahe zu bringen.“
Da sich die beiden seit 17 Jahren kennen und ihr Herz für die gleiche Sache schlägt, kamen sie auf die Idee eines gemeinsamen Projektes. „Natur hautnah erleben“ haben sie es genannt. Ein Jahr dauerten die Überlegungen, was machbar ist und was sie ohne größere Investitionen leisten können. In der Niemegker Kirchengemeinde fanden sie einen Partner, der Fördergeld beantragte und in den Kinder- und Jugendgruppen um erste Teilnehmer warb.

Nun liegt das erste Camp in eigener Regie hinter ihnen. 22 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren waren auf dem Reuner-Hof in Nichel zu Gast. Schon der vom Storchen-Geklapper auf dem Scheunendach begleitete Aufbau der Zelte war ein Erlebnis. Kennenlern-Spiele, das Besprechen der Regeln und ein Lagerfeuerabend mit Gitarre und Geschichten beschlossen den ersten Abend.
Das Programm des Folgetages bestimmten die Kinder selbst. Der Morgenkreis war eine gute Gelegenheit, die Stimmung der Teilnehmer einzufangen. Tier-Pantomime, Suchspiele, eine Entdeckungstour im Wald und das Schnitzen eines eigenen Löffels standen deshalb auf dem Programm. Das Fledermaus-Spiel, bei dem die Kinder lernten, sich mit allen Sinnen zu orientieren, war ein gutes Rüstzeug für die Nachtwanderung. Dass sie dabei in einen Schwarm Glühwürmchen gerieten, hätte schöner nicht sein können. Kräutersammeln für das Mittagsmahl, Spiele und der Bau einer Überlebenshütte standen am letzten Tag auf dem Programm. Das Entzünden des Lagerfeuers für die Abschlusszeremonie übernahmen die Kinder, indem sie mit Messer und Steinen Funken erzeugten. Beim Überreichen des Abschiedsgeschenks, ihrem Glücksstein, flossen Tränen auf beiden Seiten.

Nun warten Kathleen Reuner und Christian Senst auf weitere Anfragen. In vier bis fünf Jahren wollen sie sich mit ihrem Projekt selbstständig machen.

Kontakt: Der Naturhof ist zu erreichen unter Tel.  01 52/06 12 90 66.

Von Uwe Klemens

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