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Wusterwitz Abwahltermin der Amtsdirektorin für 7. Oktober beantragt
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Abwahltermin der Amtsdirektorin für 7. Oktober beantragt
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15:30 26.09.2019
Diana Hoffmann ist Kämmerin im Amt Wusterwitz und vertritt derzeit Amtsdirektorin Ramona Mayer, die im Urlaub ist. Quelle: JACQUELINE STEINER
Wusterwitz

In gut zehn Tagen könnte es zur Abwahl der Wusterwitzer Amtsdirektorin Ramona Mayer kommen. Für die Sondersitzung des Wusterwitzer Amtsausschusses ist nun als vorläufiger Termin der 7. Oktober um 17 Uhr angesetzt. Das teilte Kämmerin Diana Hoffmann auf MAZ-Anfrage mit. Sie vertritt derzeit die Amtsdirektorin, die im Urlaub ist. „Wir müssen schauen, ob wir den Termin halten können. Es ist bisher nur ein Vorschlag. Es muss ja auch die Ladungsfrist von einer Woche eingehalten werden, das wird etwas knapp.“

Die Stimmung im Amt Wusterwitz beschreibt Diana Hoffmann so: „Man hat seine Arbeit zu tun, irgendwie muss es ja weitergehen. Man tut, was man kann.“ Tatsächlich wissen die Mitarbeiter nicht, ob die Verwaltungschefin nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub noch lange im Amt bleiben wird. Von den acht Amtsausschussmitgliedern haben sechs den Abwahlantrag unterschrieben. Gibt es keinen Abweichler, dürfte eine Abwahl als sicher gelten.

Verwaltung läuft weiter

Wie arbeitet es sich so in der Wusterwitzer Behörde? „Die Geschäfte laufen weiter“, sagt die Kämmerin. „Was jeder hinter seiner Fassade denkt, das ist schwierig zu durchschauen. Das ist eher Thema zuhause oder in der Allgemeinheit. Wir müssen einfach abwarten, wie es weitergeht.“

Vorige Woche hat die Kommunalaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark die 945 Unterschriften gegen die Abwahl Mayers als unzulässig als Bürgerbegehren eingestuft. Rechtlich haben diese Unterschriften somit keine Auswirkungen auf das Abwahlverfahren.

Mayer ist Kämpferin

Mayer ist seit 2017 im Amt. Sie gewann letztlich im Losverfahren gegen den heutigen ehrenamtlichen Bürgermeister von Bensdorf, Jens Borngräber.

Ramona Mayer ist eine Kämpferin. Das bewies sie schon 2007, als sie im Amt Wusterwitz noch Kämmerin war. Die damalige Amtsdirektorin Gudrun Liebener kündigte Mayer verhaltensbedingt mit dem Vorwurf, jahrelang erhaltene Gehaltsüberzahlungen nicht gemeldet zu haben. Dagegen zog die die frühere Kämmerin vor Gericht. Das Verfahren endete mit einem Vergleich. Mayer blieb in ihrer Position, um zehn Jahre später ihre Chefin als Amtsdirektorin zu beerben.

Von Marion von Imhoff

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