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Wusterwitz DRK-Wasserwacht bereitet Badesaison vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz DRK-Wasserwacht bereitet Badesaison vor
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00:28 12.04.2018
Robert Buß von der Wasserwacht an der derzeitigen Einlassstelle für das Rettungsboot. Sie soll erneuert werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
Wusterwitz

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereitet sich auf die neue Badesaison vor. Dazu suchen Taucher vom Wasser aus die Badestellen nach gefährlichem Unrat, Glasflaschen, Ästen und Schrott ab.

Alle Badestellen in Brandenburg an der Havel, Nahmitz und in Wusterwitz werden derzeit dazu an den Stränden und jeweils bis 50 Meter in den Wasserbereich hinein kontrolliert. Kürzlich war eine solche Aktion der DRK-Wasserwacht an der Badestelle am Gördensee.

„Wir werden dieses Jahr bestimmt mehr Unrat finden aufgrund der Stürme“, sagt Robert Buß (28). „Der Grillendamm ist ein spezieller Fall mit Fahrrädern, die dort hineingeworfen werden, weil viele Schüler dort ihren Abschluss feiern.“ Sein halbes Leben lang ist Robert Buß bereits Rettungsschwimmer. Ehrenamtlich ist er beim DRK zuständig für die Absicherung der Wasserwacht und hauptberuflich Einkäufer.

Robert Buß zufolge hat die DRK-Wasserwacht 25 bis 30 Rettungsschwimmer. „Mehr wären immer gut.“ Die Saison geht vom 1. Mai bis 30. September. Das DRK überwacht mit Ehrenamtlern Wassersport und Veranstaltungen im Bereich der Havel in der Stadt Brandenburg und die Badestellen in Nahmitz und Wusterwitz.

Zu den Veranstaltungen zählen unter anderem das Havelfest oder Regatten am Quenzsee. Auch bei Badeunfällen rückt das DRK-Team aus. Am Wochenende sind die Rettungsschwimmer mit einem weiteren Schiff auf Patrouille und fahren die Badestrände ab.

So sind sie auch immer wieder vom Wasser aus an der Badestelle an der Malge. Aber an keiner Badestelle in der Stadt ist die Wasserwacht direkt vor Ort mit einer eigenen Station wie in Wusterwitz und Nahmitz.

Die von der Gemeinde Wusterwitz geplante Sanierung der Slipanlage am Wusterwitzer See wäre eine Arbeitserleichterung für die Wasserwacht. Dort lassen die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer das DRK-Boot „Schwan“ zu Wasser.

Auch die Feuerwehr, Touristen und einheimische Wassersportler nutzen die Slipanlage. Die soll mit EU-Fördermitteln, so diese bewilligt werden, für 83 900 Euro komplett erneuert werden. Die Entscheidung fällt im Herbst, zu spät für die kommende Badesaison.

„Die Slipanlage ist wichtig für uns, damit wir unsere Boote schnell ins Wasser reinkriegen und wieder raus“, sagt Buß. Der „Schwan“ wiegt 800 Kilo und ist sechs Meter lang. Ein Allradjeep zieht an der Anhängerkuppel das Schiff am Ende der Saison wieder aus dem Wasser.

Rettungsschwimmer kann ein Jugendlicher ab 16 Jahren werden. Alle zwei Jahre werden die Kenntnisse und Fitness geprüft.

Donnerstags ist Training am Marienberg, wo auch Interessenten kostenlos am Probekurs teilnehmen können.

Fest geplante Einsätze hat die DRK-Wasserwacht 2018 bei drei Regatten auf dem Wusterwitzer See, dem Strandfest, hinzu kommt die Bereitschaft an den Wochenenden an der Badestelle. „Es ist wichtig, dass wir hier vor Ort sind“, so Buß.

Von Marion von Imhoff

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