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Wusterwitz Konzert über das Leiden des Kleingärtners
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Konzert über das Leiden des Kleingärtners
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14:44 16.04.2018
Liedermacher Wilfried Mengs in der Dorfkirche Gollwitz. Quelle: Christine Lummert
Gollwitz

Über fehlenden Zuschauerzuspruch kann sich der Förderverein der Dorfkirche Gollwitz bei Warchau nicht beklagen. Wann immer zu einer Veranstaltung eingeladen wird, ist die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. „Um die 100 Gäste können wir immer begrüßen, mehr passen aber auch nicht in die Kirchenbänke“, sagte der Vereinsvorsitzende Werner Fräßdorf.

Zum einen holt der Förderverein mit seinem Veranstaltungskalender jedes Mal ein bisschen Kultur und Unterhaltung in die Gollwitzer Abgeschiedenheit, zum anderen steht dahinter weiterhin das Bemühen, die Gollwitzer Dorfkirche vor dem Verfall zu retten.

Die Sanierung der Kirche schreitet voran

Die ersten Schritte sind mit der Sanierung des Daches und der Außenhülle gemacht. „Fertig sind wir aber noch lange nicht“, sagte Fräßdorf mit einem Blick auf das Kircheninnere. Dort steht die Instandsetzung noch aus. „In diesem Jahr haben wir über die Jahreszeiten verteilt vier Veranstaltungen im Programm, die dazu beitragen werden, den nötigen Eigenanteil zusammenzubringen, wenn der Verein sich um Fördergelder für den nächsten Sanierungsabschnitt bewirbt“, so der Vereinsvorsitzende.

So durfte am Samstagabend der Thüringer Liedermacher Wilfried Mengs vor erwartungsfrohem Publikum den Auftakt in die neue Saison geben. Passend zur Jahreszeit nahm er die Zuhörer im ersten Programmteil mit auf einen humorvollen Ausflug ins Schreber-Arkadien.

Das heutige Gärtnerleben ist gar nicht so romantisch

Wo einst idyllische Naturwelt von Dichtern noch Idealbilder von der Schäferromantik heraufbeschwören wurden, hat sich Mengs seinen ganz eigenen Reim auf das heutige Gärtnerleben gemacht.

Wo eigentlich Salat und Spinat schön sprießen sollen, verhindert die gemeine Gartenschnecke den erhofften Ernteerfolg und treibt auch den geduldigsten Gärtner zur Weißglut. Zwischen Blumen und Apfelbäumen will der Schrebergartenfreund eigentlich müßig seine Auszeit vom Gewühl des Stadtlebens in den Betonschluchten genießen – wenn nur der Nachbar nicht wäre.

Wenn am Sonntag die Motorsäge summt

Da wird am Sonntag die Motorsäge angeworfen und von gegenüber beschallt ein anderer Kleingärtner die ganze Anlage mit lautstarker Hardrockmusik. Wenn man dann noch von einer Ameise angepinkelt wird, ist es mit der angestrebten Entspannung wirklich vorbei.

Vielleicht war früher doch einiges besser. Die Frühlingslieder, die schon die Großelterngeneration auf den Lippen hatte, machten in der Gollwitzer Kirche jedenfalls ebenso großen Spaß.

Bei Klassikern wie „Der Winter ist vergangen“, „Wenn alle Brünnlein fließen“ oder „Alle Vögel sind schon da“ wurde jedenfalls eifrig mitgesungen. Vor allem die Damen im Publikum zeigten sich besonders textsicher und voller Sangesfreude.

Mengs beherrschte aber nicht nur die humorvollen Töne. Mit einiger Melancholie wurde die Wichtigkeit der immer seltener vorkommenden Bienen besungen. Oder der Wunsch nach einem Leben als Aussteiger, dessen kleines Paradies inmitten der Natur immer wieder von der überbordenden Zivilisation angegriffen wird.

Von Christine Lummert

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