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Wusterwitz Wölfe reißen erneut Damwild
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Wölfe reißen erneut Damwild
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17:57 19.09.2018
Kadaver im Damwildgatter. Das Bild zeigt ein gerissenes Stück Damwild vom Juli.
Kadaver im Damwildgatter. Das Bild zeigt ein gerissenes Stück Damwild vom Juli. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Wusterwitz

Wieder hat Familie Richter aus Wusterwitz den Tod zweier Stück Damwild zu beklagen. Mutmaßlich wurden die Tiere vom Wolf gerissen. Seit Juli haben die Richters damit 30 Tiere mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch Wölfe verloren. An den Kadavern, die überall im vier Hektar großen Gatter lagen, fanden sich Kehlbisse. Das Gehege liegt nahe der Warchauer Straße. Andrea Richter zeigte sich am Mittwochnachmittag schockiert von den jüngsten Ereignissen. Diesmal starben zwei halbjährige Kälber. Sie wiesen ebenfalls Kehlbisse auf und waren ausgeweidet.

Christian Richter wird in der Nacht zu Donnerstag bei seinen Tieren übernachten, um Schlimmeres zu verhüten. „Wenn die Wölfe jetzt schon hier sind, dann sind sie auch bald in den Ortschaften.“ Die Zäune will Christian Richter nun mit Stacheldraht und Strom verstärken. „Ich hoffe auf finanzielle Hilfe des Staates. Der will kleine Bauern haben, nun die Geschädigten. Im Endeffekt müsste ich jetzt ans Aufgeben denken.“

Wie viele Rudel gibt es in Brandenburg? Welche Schäden richten sie an? Was wird ihnen gefährlich? Und wer darf sie wann jagen? Auf MAZonline liefern wir Ihnen nützliches Wissen zur Rückkehr des Wolfes.

Von Marion von Imhoff