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Wusterwitz Ohne Helfer drohen Familienangebote auf Dörfern einzuschlafen
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Ohne Helfer drohen Familienangebote auf Dörfern einzuschlafen
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14:57 03.12.2019
Kinder beim Dorftreffen der Bastelfreunde in Zitz, organisiert vom Wusterwitzer Familienzentrum. Quelle: privat
Altbensdorf/Zitz

Das Wusterwitzer Familienzentrum organisiert Kindernachmittage auf den Dörfern, doch weil ehrenamtliche Helfer fehlen, ist es mehr und mehr schwierig, solche Angebote aufrechtzuerhalten.

„Es war mir immer ein Anliegen, auch auf die Dörfer zu gehen, die keine gute Busanbindung haben, damit die Kinder dort Angebote vor Ort haben“, sagt Miriam Wlodarski, Koordinatorin des Familienzentrums. Einmal im Monat bietet sie in Zitz einen solchen bunten Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus an. Bis zu 20 bis 25 Kinder und Eltern kommen. „Ich bin damit sehr zufrieden“, sagt Wlodarski. Doch in Altbensdorf ist der Freizeittreff mit Kindern, Eltern und Großeltern in diesem Jahr nicht mehr zustande gekommen, „weil ehrenamtliche Helfer fehlen“.

Lisa Stichowski und Miriam Wlodarski (r.) vor dem Wusterwitzer Familienzentrum. Beide laden auch Familien in Zitz zu regelmäßigen Treffen ein. Quelle: Marion von Imhoff

Alle zwei Wochen bot Miriam Wlodarski im Dorfgemeinschaftshaus Freizeitnachmittage an. Wenn ehrenamtliche Helfer diese Treffs mitorganisieren und begleiten, kann die Sozialarbeiterin in Ruhe mit den Menschen ins Gespräch kommen. Denn das ist auch einer der Gründe für dieses Angebot. Vor Ort den Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und zudem Geselligkeit und Abwechslung zu bieten: Toben, Basteln, Kaffeeklatsch und das sozialpädagogisch begleitet.

Der Bedarf dafür sei auch in Rogäsen groß, sagt Miriam Wlodarski. „Auch Rogäsen wünscht sich das innig, doch solange mir dabei niemand hilft, kann ich dort einen solchen Familiennachmittag nicht anbieten.“

2019 keine Treffen mehr in Altbensdorf

Ein Helferstamm in Bensdorf, den sie über Jahre aufgebaut hat, ist ihr nun weggebrochen. Deswegen gibt es seit 2019 keine offenen Familientreffen mehr dort. In Zitz ist das Angebot nur möglich, weil die Wusterwitzer Gemeindepädagogin Karin Hausmann und die Jugend- und Schulsozialarbeiterin Lisa Stichowski das Projekt tatkräftig unterstützen. So ist Karin Hausmann diejenige, die den Bastelnachmittag auch organisiert, wenn die beiden Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes Potsdam-Mittelmark verhindert sind.

Träger des Familienzentrums ist das Diakonische Werk Potsdam-Mittelmark, finanziert wird es vom Amt Wusterwitz und dem Landkreis.

Bastelfeen und Zauberer gesucht

Zwei, drei Stunden dauern die Nachmittage. Ehrenamtliche Helfer bittet Miriam Wlodarski jede Woche zu einem einstündigen Vorbereitungsgespräch. Ihre Helferinnen nennt sie gerne Bastelfeen. „Sie haben sich um das Basteln mit den Kindern gekümmert und ich konnte soziale Arbeit machen. Dabei sind auch schöne Dinge entstanden“, sagt die gebürtige Berlinerin und studierte Sozialpädagogin. So kam auf Wunsch der Besucher auch eine Yogagruppe für Erwachsene zusammen.

„Wenn sich Menschen aufgerufen fühlen, ehrenamtlich solche Begegnungsorte auf den Dörfern mit zu unterstützen, bin ich immer froh, wenn sie sich finden“, sagt Wlodarski. Es geht insgesamt etwa um fünf Stunden im Monat.

Wer Freude daran hat, mit Familien zu basteln, kann sich ans Familienzentrum Wusterwitz wenden unter 033839/ 719868 oder per Mail an familienzentrum@amt-wusterwitz.de.

Von Marion von Imhoff

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