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Ziesar Trotz Trockenheit blühen über 4000 Schachbrettblumen
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Trotz Trockenheit blühen über 4000 Schachbrettblumen
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08:56 29.04.2019
Die dreijährige Merle Weißflor bestaunt mit ihrem Opa Kurt Weißflor die lila blühenden Schachbrettblumen. Bei Ziesar befindet sich eines der größten Vorkommen dieser streng geschützten Art. Quelle: Silvia Zimmermann
Ziesar

Ungebrochen ist das öffentliche Interesse an der Schachbrettblumenwiese vor den Toren Ziesars. Der Kultur -und Heimatverein Ziesar bietet seit 2002 geführte Wanderungen zu diesem einzigartigen Biotop an. So folgten am Sonntagnachmittag rund 50 interessierte Besucher der Einladung zu einer Exkursion. „In diesem Jahr konnten wir 4360 blühende Schachbrettblumen zählen. Davon waren 14 weiße Exemplare“, berichtete Klaus Schwanke den Besuchern am Rande der Wiese.

Trockenjahr gut überstanden

Im vergangenen Jahr konnten sogar über 6000 lilafarbene Blüten gezählt werden. Die Betreuer des besonders geschützten Areals hatten befürchtet, dass die Pflanzen wegen der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Jahr deutlich weniger vital in das Jahr 2019 starten. Anfang April sah es tatsächlich noch so aus. „Die zarten Pflanzen waren kaum zu entdecken. Die Blume benötigt eine konstante Feuchtigkeit über das Jahr, um sich zu entwickeln“, lautete die Erklärung.

Klaus Schwanke vom Kultur- und Heimatverein informiert Besucher über das Schachbrettblumen-Biotop. Quelle: Silvia Zimmermann

Doch die anhaltend warme Witterung ließ innerhalb weniger Tage ein Blumenmeer entstehen. „Bei schönem Wanderwetter waren wir lange und ganz gemütlich auf der Wiese. Vorher und nach uns kamen immer wieder neue Besucher zu den Pflanzen“, sagte Jutta Schwanke vom Kultur- und Heimatverein. Besucher, die das erste Mal dabei waren, wie die Familie Reinecke aus Brandenburg, waren begeistert. Sie hatten den Hinweis von Bekannten bekommen. Die zarten Blüten präsentieren sich mit einem schachbrettartigen Muster, von dem Blume ihren Namen hat.

Als Naturdenkmal ausgewiesen

In Ziesar befindet sich das größte Vorkommen Deutschlands und die Wiese ist etwa einen Hektar groß. Die etwa 20 Zentimeter großen unter Naturschutz stehenden Blumen gehören zu den Liliengewächsen. Die Wiese am Rande der Ortslage gehört zu den Naturdenkmälern im Land Brandenburg. Entdeckt wurde dieses große Vorkommen der Schachbrettblume bereits in den 1950-er Jahren von Hans Sehm. Professionell gezählt und dokumentiert wird der jährliche Bestand seit 1981.

Selbst die kleine Lara Wricke aus Ziesar ist von den seltenen Blumen begeistert. Quelle: Silvia Zimmermann

Während der Blütezeit von Mitte April bis Mitte Mai besuchen zahlreiche Interessierte die Wiese. Den 1,5 Kilometer langen Weg dorthin weisen aufgestellte Hinweisschilder. Die Menschen rufen bereits Monate vorher an und erkundigen sich nach dem Termin für diese Wanderung. Jutta und Klaus Schwanke, Christa Menge, Lothar Greinke, Bernd Franz und Gerald Seiler zählten am 22. April das Blütenmeer. Unterstützung beim Zählen leisteten in diesem Jahr die Enkelkinder von Klaus und Jutta Schwanke, Cleo und Lennart Schwanke.

Kuchen am Wiesenrand

„Die warme Witterung der letzten Tage lies die lila- und auch weißblühenden Blüten schnell verwelken. Aber es konnten noch einige Exemplare im Gras betrachtet werden“, sagte Jutta Schwanke. Die Besucher nahmen sich viel Zeit und Klaus Schwanke informierte gern über die Besonderheiten der Schachbrettblume. Wie in jedem Jahr hatten einige Frauen vom Verein Kaffee und Kuchen vorbereitet, der am Wiesenrand gereicht wurde. „Die Stimmung unter den Besuchern war super“, freute sich Klaus Schwanke über den Nachmittag auf der Schachbrettblumenwiese.

Von Silvia Zimmermann

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