Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ziesar Berliner Philharmoniker zieht es aufs Land
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Berliner Philharmoniker zieht es aufs Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:04 07.01.2019
Jonathan Alder, Marco Reiss, Janet Kirsten und Manfred Preis (v.l.) nach ihrem viel umjubelten Konzert im Dretzener Schul- und Bethaus. Quelle: Silvia Zimmermann
Dretzen

„Herzlich Willkommen zu unserem Neujahrskonzert. Ich kann gar nicht mehr sprechen, so sprachlos bin ich, weil so viele Besucher erschienen sind“. Mit diesen Worten begrüßte der Musiker und Neubürger von Dretzen Manfred Preis die Besucher am vergangenen Sonntag im vollbesetzten Schul- und Bethaus. Manfred Preis und seine Frau Janet Kirsten sind beide vor etwa einem dreiviertel Jahr von Berlin in den kleinen Ort Dretzen gezogen.

Manfred Preis von den Berliner Philharmonikern und Ehefrau Janet Kirsten haben sich in Dretzen eine Hofstelle gekauft. Für die herzliche Aufnahme im Dorf gaben sie zusammen mit Freunden ein umjubeltes Neujahrskonzert.

Dretzen soll nach und nach unser Zuhause werden. Wir wurden von den Dorfbewohnern so herzlich aufgenommen, dass wir beide mit diesem Konzert einfach Danke für ihre Unterstützung sagen wollten“, hörten die Zuschauer. Das Ehepaar ist in der Kulturwelt zu Hause und möchte in Zukunft in Dretzen kleine Konzerte, Ausstellungen und Yoga etablieren. Manfred Preis spielt bei den Berliner Philharmonikern Klarinette und Saxophon. Musikalisch ist er auch als Klarinettist im Trio Berlin, bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker und in diversen Kammermusikgruppen unterwegs.

Viel Beifall gab es für die Musiker. Quelle: Silvia Zimmermann

Gattin Janet Kirsten arbeitet am Potsdamer Theater, hat ein breites Repertoire und verschiedene Projekte geleitet. Das Ehepaar lud sich für dieses Konzert Musikfreunde ein. Das war der aus Magdeburg stammenden Marco Reiss. Reiss spielt bei den Magdeburger Philharmonikern Geige und ist Konzertmeister. Am Piano spielte Jonathan Aider. „Mein Freund wusste gar nicht wo das Dorf Dretzen liegt, und fand es auch nicht im Internet. Er befand sich gerade in Tokio, als er mir eine Zusage für den heutigen Abend gab“, gab Manfred Preis zum Besten. Das Quartett machte Werner Grahmann komplett. Grahmann lebt seit einigen Jahren im Ort und spielt auf dem Horn.

Tobender Applaus

Das musikalische Dankeschön setzte sich aus Musik von Franz Lehar, Mendelssohn Bartholdy, Peter Tschaikowski, Johannes Brahms und Astor Piazolla zusammen. Flott begann das Repertoire mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 von Brahms. Tango- und Walzermusik fehlten ebenfalls nicht. Ehefrau Janet trug kurze Gedichte von Erich Kästner oder Joachim Ringelnatz vor. Das Publikum war von der ersten Minute an von dieser leidenschaftlichen, humorvollen und lebendigen Musikfolge gebannt. Tobender Applaus und begeisterte Zurufe gab es am Ende von den Zuhörern. „So etwas tolles habe ich in unserem Bethaus noch nie gehört“, schwärmte der Dretzener Otto Schulze. Zum Abschluss überreichte das Paar jedem Besucher eine Rose und ein Glas Sekt.

Von Silvia Zimmermann

Im Juli 2018 fährt ein Mann auf der A 2 bei Wollin mit seinem Audi in einen Lastwagen und kommt ums Leben. Seine Ehefrau wird schwer verletzt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, bleibt im Dunkeln.

04.01.2019

Die MAZ lädt zur Zeitreise durch Gräben am Rande des Flämings ein. Ortschronist Gerrit Fried hat historische Fotos bereitgestellt. Aktuelle Bilder zeigen, wie die Gebäude nun aussehen.

04.01.2019

Vier Jahre lang war Pause: Am 19. Januar kehrt eine Kultveranstaltung zurück. Dann ist wieder Winterumtrunk im 1200 Quadratmeter großen Festzelt angesagt. Auch der Bürgermeister freut sich.

03.01.2019