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Ziesar Sieben Jahre geplant, acht Wochen gebaut
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Sieben Jahre geplant, acht Wochen gebaut
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15:50 26.07.2019
Wenzlows neuer Bürgermeister Randy Matthies, Manfred Matthies, Martin Schäfer und Norbert Bartels (v.l.) geben den Weg in Richtung Mahlenzien frei. Quelle: Frank Bürstenbinder
Boecke

Mit dem Pflanzen eines Apfelbaums auf der Gemarkungsgrenze zwischen Boecke und Mahlenzien haben am Freitag Bürger aus beiden Dörfern die Fertigstellung des landwirtschaftlichen Wegebaus gekrönt. Den Baum der alten Sorte Hasenkopf brachte die Abordnung der Mahlenziener unter Ortsvorsteher Hartmut Klingsporn den Nachbarn als Geschenk mit.

Stadt soll nachziehen

„Wir können nur hoffen, dass die Stadt Brandenburg die noch unbefestigte Strecke von der Kreisgrenze bis nach Mahlenzien bald genauso befestigen wird“, sagte Klingsporn in seinem Grußwort. Aber auch auf der Seite des Landkreises kämpften die Akteure um Alt-Ortsvorsteher Matthies sieben Jahre bis zur Realisierung des Projektes.

An der Gemarkungsgrenze zur Stadt Brandenburg wird ein Apfelbaum gepflanzt. An dieser Stelle endet der Wegeausbau auf Boecker Seite. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Es mussten viele Leute in den Behörden von dieser Maßnahme überzeugt werden. Dann fanden sich keine Firmen. Jetzt sind wir froh, dass wir es endlich geschafft haben“, erinnerte Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels an die Mühen um den Wegebau, der über das EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum (LEADER) gefördert wurde.

Zu 75 Prozent gefördert

Insgesamt hat der Wegebau 486 000 Euro gekostet, davon wurden 75 Prozent gefördert. Den Rest stemmte die Gemeinde Wenzlow. Für die Ausführung zeichnete die Firma Ostbau aus Osterburg verantwortlich. Auf einer 30 Zentimeter starken Naturschotterschicht wurde ein Asphaltbelag aufgebracht.

Zahlreiche Gäste verfolgten die Eröffnung des landwirtschaftlichen Wegebaus. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der Verbindungsweg in Richtung Mahlenzien, der schon von den Altvorderen als Zufahrt zu ihren Wiesen und Feldern genutzt wurde, soll auch weiterhin hauptsächlich dem landwirtschaftlichen Verkehr dienen. Profitieren werden auch Radfahrer im Rahmen des sanften Tourismus. „Allerdings wollen wir auch den öffentlichen Verkehr nicht einschränken“, kündigte Verwaltungschef Bartels an.

Mitten durch die Feldmark führt der befestigte Weg. Quelle: Frank Bürstenbinder

Die Gemeinde Wenzlow ist zwar Vorreiter beim Wegebau, doch auf Brandenburger Seite sind nach wie vor rund 900 Meter unbefestigt. Wann die Havelstadt nachzieht, steht derzeit in den Sternen. „Wir haben gerade einen bestätigten Doppelhaushalt für die nächsten zwei Jahre. Aber danach sollte das Projekt weiter vorangetrieben werden“, sagte Karl-Heinz Erler von der Stabsstelle des Brandenburger Oberbürgermeisters Steffen Scheller (CDU).

Von Frank Bürstenbinder

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