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Ziesar Chor begeistert mit „Carmina Burana“ in der Wolliner Turnhalle
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Chor begeistert mit „Carmina Burana“ in der Wolliner Turnhalle
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17:08 06.05.2019
Der Projektchor des Kirchenkreises Elbe-Fläming und des Magdeburger Georg-Philipp-Telemannchor singen Carl Orffs Meisterwerk „Carmina Burana“ in der Wolliner Turnhalle. . Quelle: Silvia Zimmermann
Wollin

Mit einem begeisterten Applaus endete am Sonntagnachmittag in der Turnhalle von Wollin die Aufführung des Meisterwerkes von Carl Orffs „Carmina Burana“. Der Applaus des Publikums war so fordernd, das der Chor eine Zugabe präsentierte „Es war einfach nur schön“, lobte Pfarrer Thorsten Minuth die 75-minütige Vorstellung.

Er selbst konnte in diesem Jahr nicht mitsingen. Minuth führte die Zuschauer kurz in den Inhalt der Lieder ein. Er trug einige Texte in Hochdeutsch vor. „Es geht um das Glück und ich wünsche ihnen ein schönes Konzert“, hörten die Anwesenden. Es sangen der Projektchor des Kirchenkreises Elbe-Fläming, der Georg-Philipp-Telemannchor Magdeburg sowie die Solisten Shirley Radig (Sopran), Thomas Fröb (Tenor) und Diego Mendes (Bass). Die Leitung hatte Kantor Thorsten Fabrizi.

Texte aus dem Hochmittelalter

Mit Paukenschlägen und Gesang begann das Meisterwerk, das Carl Orff 1935 komponierte. Er vertonte Texte aus dem Kloster Benediktbeuren, die aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammen. Die Auswahl umfasst eine weite Spanne weltlicher Themen: die Wechselhaftigkeit von Glück und Wohlstand, die Flüchtigkeit des Lebens, die Freude über die Rückkehr des Frühlings sowie die Genüsse und Gefahren von Trinken, Völlerei, Glücksspiel und Wollust. Eingerahmt wird das Werk von einem mächtigen Chor zu Ehren der Göttin Fortuna, die das Schicksal der Menschen bestimmen soll.

Für die Chorsängerinnen Lilly Naujoks, Marie von Gottberg und Izabel von Wengersky war die Teilnahme an dem Chorprojekt eine besondere Erfahrung. Quelle: Silvia Zimmermann

Durch das beharrliche Drängen von Wolfgang Süßenberger (69) aus Bad Belzig hatte sich Thorsten Fabrizi dem Stück angenommen. „Ich wollte schon immer mal das komplette Werk singen. In meiner Schulzeit konnte ich einige Stücke singen. Ich war damals so begeistert von diesem Werk, dass ich viele Chorleiter auffordere, sich dem Werk anzunehmen. Erst Thorsten Fabrizi konnte ich davon überzeugen und er wagte sich an das Thema“, freut Süßenberger. Er ist ein leidenschaftlicher Chorsänger und war bei allen Chorprojekten dabei.

Für die Chorsängerinnen Lilly Naujoks, Marie von Gottberg und Izabel von Wengersky war die Teilnahme an dem Chorprojekt eine besondere Erfahrung. Die drei Frauen kommen aus Ziepel, einem Ortsteil der Stadt Möckern. Marie von Gottberg sang das erste Mal mit. Für sie ist Singen ein Genuss: „Es macht glücklich.“

Die behutsame Art des Chorleiters

Für Lilly Naujoks war es das zweite Mal, dass sie bei den Chorprojekten mitsang. Die 77-jährige war 39 Jahre lang Sängerin im Chor von Möckern. Die drei lobten die behutsame Art von Chorleiter Thorsten Fabrizi. „Er machte uns immer wieder Mut, wenn stimmlich mal etwas nicht so gut klappte“, sagte Izabel von Wengersky.

Lesen Sie auch: So hatte sich der Chor vorbereitet

Die Schwierigkeit für alle Chormitglieder, darunter befanden sich viele Laien aus dem Kirchenkreis Elbe-Fläming, war das Singen der Liedtexte in Latein und in mittelhochdeutsch. Eine weitere Herausforderung: der gemeinsame Vortragen mit dem Orchester. „Für uns war das eine neue Erfahrung, denn die Instrumente wie die fünf Schlagzeuge und zwei E-Pianos waren stellenweise sehr laut“, berichtete Chormitglied Michael Kautzsch aus Wusterwitz.

Das Publikum war begeistert. „Wir danken Thorsten Fabrizi, dass er es immer wieder schafft, anspruchsvolle Kultur aufs Land zu bringen“, schwärmt Joachim Böhl aus Tucheim. „Wir fahren zu fast allen Konzerten, die er in unserer Region anbietet.“

Von Silvia Zimmermann

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