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Ziesar Diese Frau löst den Bürgermeister ab
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Diese Frau löst den Bürgermeister ab
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15:58 04.07.2019
Jutta Debler ist die neue Bürgermeisterin von Gräben. Quelle: Frank Bürstenbinder
Gräben

Mit diesem deutlichen Votum hatte Jutta Debler nicht gerechnet. Mit 212 Stimmen löste die 63-Jährige zur Kommunalwahl Siegfried Schröder (Freie Bürger und Bauern) als Bürgermeister in Gräben ab. Ihr Vorgänger, der zu den dienstältesten Gemeindeoberhäuptern des Landkreises nach der Wende gehörte, kam überraschend auf nur 78 Stimmen. „Ich war selbst erstaunt über diesen offenbar großen Wunsch der Wähler nach einem Wechsel“, sagte Debler der MAZ.

Schröder jetzt Gemeindevertreter

In der aus neun Personen bestehenden Gemeindevertretung werden beide Gräbener auch in Zukunft aufeinandertreffen. Denn Schröder holte sich für das Gremium ein Mandat. So, wie seine FBB-Mitstreiter Manfred Senst, Stefan Leue und Harry Lange. Für die FDP schafften Anja Böttche und Andy Golz-Steffen den Sprung in die Gemeindevertretung. Dazu kommen die beiden Einzelbewerber Raik Hafenberg und Rosita Herzog. Auf der konstituierenden Sitzung wurde Anja Böttche zur stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt.

Alle Ortsteile wichtig

„Ich freue mich, dass die beiden Ortsteile Rottstock und Dahlen mit je zwei Vertretern im Gemeinderat sitzen, um die Interessen ihrer Dörfer zu vertreten. Es ist mir wichtig, keinen der drei Orte im Regen stehen zu lassen“, ist die gelernte Bauzeichnerin entschlossen. Langeweile war nicht der Grund für ihre Bewerbung. In Gräben ist sie als Heimatforscherin bekannt. Außerdem steht Debler der örtlichen Jugend- und Freizeitinitiative vor, die gerade das 20. Sport- und Parkfest vorbereitet.

Das 20. Sport- und Parkfest in Gräben steht bevor. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Aus dem Verein heraus wurde der Wunsch nach meiner Kandidatur laut. Mit diesem Rückenwind habe ich schließlich die Bewerbung eingereicht“, so Debler. Sie kündigte ein offenes Miteinander in der Gemeindevertretung an. Außerdem stehe sie für Transparenz und Bürgernähe in der Kommunalpolitik. Zu wichtigen Angelegenheiten in der Gemeinde schwebe ihr Einladungen zu Einwohnerversammlungen vor. Die vom Lkw-Verkehr geschundene Ortsdurchfahrt wäre solch ein Thema. Denn die Geduld der Anwohner über den seit Jahren ausbleibenden Ausbau sei am Ende, so die neue Bürgermeisterin.

Friedhof könnte schöner sein

Am Herzen liegen Debler auch Ordnung und Sauberkeit. So könne der Gräbener Friedhof schöner sein, auch im Park müsse etwas passieren. Dafür wolle sie sich stark machen, kündigte die Bürgermeisterin an. Für das laufende Jahr sind die Investitionen bereits im Haushaltsplan festgeklopft. Zu den vordringlichen Arbeiten gehört nach zahlreichen Wurzelaufbrüchen die Sanierung der Wegeverbindung von Rottstock nach Struvenberg.

Gräben aus der Luft. Fröhlich

Auch am Gräbener Nordring sind Wegebauarbeiten geplant. Gepflastert wird die Fläche vor dem ehemaligen Schloss am Kietz, das als Domizil für eine Wohngruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes gilt. Wie in Gräben soll es auch auf der anonymen Grabstelle des Rottstocker Friedhofs eine Gedenkplatte geben. „Wir können uns das leisten“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Parkfest am 13. Juli

Eine gute Zusammenarbeit mit dem größten Arbeitgeber in der Gemeinde, dem ASB-Pflegezentrum in Dahlen, ist für Jutta Debler selbstverständlich. So hielt es auch Vorgänger Schröder. Eine gute Gelegenheit zum Zusammenrücken der Ortsteile bietet sich am 13. Juli, wenn Gräben zum 20. Sport- und Parkfest einlädt.

 

Von Frank Bürstenbinder

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