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Ziesar Feuerwehren: Mehr Platz für Autos und zum Umziehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Feuerwehren: Mehr Platz für Autos und zum Umziehen
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17:28 17.12.2018
Da geht nichts mehr: Innenminister Karl-Heinz Schröter (r.) überzeugte sich am Montag bei einer Fördermittelübergabe von der Notwendigkeit einer zweiten Fahrzeughalle für Ziesar. Links im Bild Ortswehrführer Uwe Roßner. Quelle: Rüdiger Böhme
Ziesar/Kloster Lehnin

„Ganz schön eng. Hier muss man Auto fahren können, wenn es keine Beulen geben soll.“ Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zeigte sich am Montag beeindruckt von den knappen Platzverhältnissen in der Fahrzeughalle der Feuerwehr Ziesar. Dicht an dicht drängen sich fünf Einsatzfahrzeuge im über 40 Jahre alten Gerätehaus.

Für die Erweiterung des Gerätehauses in Rietz gibt das Land Brandenburg knapp 72 000 Euro dazu. In Ziesar wird der Neubau einer zweiten Fahrzeughalle mit 230 000 Euro gefördert.

Zwei Autos müssen hintereinander stehen. Dann passt zwischen einem Mannschaftstransporter und dem Hilfsrüstwagen kein Blatt Papier. Beim schnellen Umkleiden zwischen den Fahrzeugen und den Hallenwänden drohen blaue Flecken. Mit Schröters Besuch sollen diese Zustände bald der Vergangenheit angehören.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter übergab am Montag der Gemeinde Kloster Lehnin einen Fördermittelbescheid für den Anbau einer zweiten Fahrzeughalle an das Gerätehaus in Rietz. Quelle: Rüdiger Böhme

Das Amt Ziesar wird im kommenden Jahr in eine neue Fahrzeughalle investieren. Der separate Bau soll hinter dem Altbestand in der Gartenstraße errichtet werden. Für diesen Zweck beteiligt sich das Land Brandenburg mit rund 230 000 Euro an den Investitionskosten. Der Innenminister übergab Amtsdirektor Norbert Bartels im Beisein zahlreicher Kameraden und Kommunalpolitiker den Zuwendungsbescheid. Die Fördersumme macht derzeit rund 55 Prozent des Bauvolumens aus, das bei insgesamt etwa 550 000 Euro liegt.

Kritik vom Amtsdirektor

Doch bei aller Freude über die finanzielle Unterstützung brachte der Verwaltungschef auch Kritik an. Bereits im Mai 2018 war die Förderung in Aussicht gestellt worden. „Schade, dass der Bescheid erst jetzt kommt. Denn die Kosten steigen und steigen“, monierte Bartels. Doch der Minister blieb in seiner Rolle als vorweihnachtlicher Geschenkebringer unerschütterlich. „Gut Ding will Weile haben. Auch wenn die Baupreise außer Rand und Band sind: Sie schaffen das!“, konterte Schröter. Ende 2019 soll die neue Halle fertig sein. Dann können drei Fahrzeuge umziehen, darunter die 2010 von der Berliner Feuerwehr beschaffte Drehleiter. „Danach entspannen sich im Altbau die Platzverhältnisse. Unter anderem können die Umkleidebereiche vergrößert werden“, sagte Ortswehrführer Uwe Roßner der MAZ.

In Ziesar und Rietz nahm sich der Innenminister Zeit für Gespräche mit den Feuerwehrleuten. Quelle: Rüdiger Böhme

Vor seinem Abstecher in den tiefen Westen des Landes Brandenburg besuchte der Innenminister die Feuerwehrleute in Rietz. Dort plant die Gemeinde Kloster Lehnin die Erweiterung des bisherigen Gerätehauses. „Dazu wird der Grundriss des Altbaus gespiegelt. Der Ausbau bringt den Damen einen separaten Umkleidebereich und Platz für ein später anzuschaffenden zweites Einsatzfahrzeug“, erklärte Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner. Rietz steht stellvertretend für die 13 Ortswehren in Kloster Lehnin, die sich über einen leicht ansteigenden Personalbestand freuen können. In der ganzen Gemeinde gibt es derzeit 280 aktive Kameraden. „Dazu kommen 140 Kinder und Jugendliche, was mich am meisten freut“, lobte Innenminister Schröter.

Fuhrpark als ständige Herausforderung

In Rietz gibt es aktuell 21 aktive Kameraden unter Leitung von Ortswehrführer David Lehmann. Er stärkt mit seiner Brandschutztruppe den 3.Zug der Kloster Lehniner Gemeindefeuerwehr. Für die Erweiterung des Gerätehauses übergab Schröter einen Förderscheck in Höhe von knapp 72 000 Euro, was einer Förderung von 55 Prozent entspricht. Bauamtsleiterin Angela Böttge geht von einer zügigen Umsetzung in 2019 aus. Bürgermeister Brückner hofft auch in den kommenden Jahren auf Unterstützung durch das Land. Allein in diesem Jahr wurden in Kloster Lehnin vier Autos in Dienst gestellt. Nicht alle waren fabrikneu. „Unser nach der Wende angeschaffter Fahrzeugbestand ist schon wieder in die Jahre gekommen. Wegen der enorm gestiegenen Anschaffungspreise gehören Neuinvestitionen in den Fuhrpark zu den großen finanziellen Herausforderungen der Kommune“, betonte Brückner.

Von Frank Bürstenbinder

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