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Ziesar Glasmalerei bei Kuchen und selbst gemachter Suppe
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Glasmalerei bei Kuchen und selbst gemachter Suppe
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12:46 06.12.2018
Uwe Schönefeldt liebt die Hinterglasmalerei. Quelle: Andreas Trunschke
Görzke

Wohlige Wärme breitet sich in der Görzker Töpferei von Kathrin Schulz und Uwe Schönefeldt aus. Seit 13 Jahren öffnen die beiden Künstler alljährlich zum ersten Advent das Tor zu ihrer Töpferei und zu seiner Glasmalerei.

Man kann die Hinterglasmalereien und die Töpferwaren ansehen und selbstverständlich auch kaufen, sowie sich bei Kaffee oder Glühwein aufwärmen. Außerdem gibt es von den Nachbarn gebackenen Kuchen und eine vom Hausherrn selbst gemachte Käse-Lauch-Suppe.

Arnhild und Rainer Ortmann sind wie seit Jahren schon extra aus Magdeburg gekommen. „Mir gefällt das Design selbst sehr gut“, erzählt Arnhild Ortmann, „aber unsere Tochter ist geradezu verliebt in die Farben.“ Ihr Mann setzt hinzu: „Das blau-grün ist es, die Größe passt.“ Die beiden Magdeburger finden auch in diesem Jahr schnell ein passendes Weihnachtsgeschenk für die Tochter.

Handwerk im Spreewald gelernt

Schulz bestätigt den Eindruck, dass die Leute Keramik-Geschirr regelrecht sammeln. „Ich werde immer wieder gefragt, wie lange ich das noch mache.“ Die Leute wollen sicher sein, dass sie das durchaus teure Geschirr später noch nachkaufen können.

„Bis zur Rente“, verrät Schulz mit einem gewinnenden Lachen. Ihr Handwerk hat sie in Burg im Spreewald von der Pike auf gelernt. Ihren Meister hat sie an der Keramikfachschule Landshut in Bayern gemacht. Den besonderen Grünton, der den Ortmanns so gut gefällt, hat sie dort entwickelt und mit in den Fläming gebracht. Ihr Mann lässt sich gern beim Malen zuschauen.

Zum Malen hinter Glas kam er direkt nach der Wende. Bis zur Wende hatte Schönefeldt im VEB Steinzeugwerk Görzke gearbeitet. Kurz nach der Wende sah er eine Privatsammlung von Hinterglasmalerei in Bad Belzig und wechselte zum Erstaunen seiner Kollegen den Beruf. Das nötige Handwerkszeug brachte er sich selbst bei.

Schon der Vater war Zeichenlehrer

Kathrin Schulz (l.) mit ihren Besuchern Arnhild und Rainer Ortmann aus Magdeburg. Quelle: Andreas Trunschke

„Aber ich bin erblich vorbelastet“, erklärt er. „Mein Vater war der Zeichenlehrer in Görzke.“ Er fährt vor allem auf die größeren Märkte, wie den Zwiebelmarkt im thüringischen Weimar.

Neben der Malerei auf Glas hat er sich später auch die Airbrush-Technik und die Wandmalerei angeeignet. Wer eine Ahnung von seinen Wandbildern bekommen möchte, muss sich nur sein Haus in der Reetzer Straße in Görzke ansehen.

„Ich liebe den düsteren Ton“, erzählt Schönefeldt. „Einmal wurde ich deswegen sogar von einer Hobbypsychologin angesprochen, die mir helfen wollte.“ Dann lacht er herzhaft. „Wenn ich nach meiner Stimmung malen würde, müsste es eher quietschbunt werden.“

Für die beiden Künstler hat die alljährliche Adventsausstellung neben dem Verkauf und der Werbung noch einen angenehmen Nebeneffekt: „Wir machen die Werkstatt richtig gründlich sauber“, erzählt Schulz. „Und Montag gehe ich in die Werkstatt und freue mich.“

Von Andreas Trunschke

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