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Ziesar Letzter Straßenbau im Sanierungsgebiet beendet
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Letzter Straßenbau im Sanierungsgebiet beendet
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15:48 27.03.2019
Bürgermeister Dieter Sehm und Anwohnerin Heidi Effenberger durchschneiden das symbolische Band zur Straßeneinweihung. Quelle: Frank Bürstenbinder
Ziesar

Die Ziesarer haben ihre Schulstraße zurück. Nach monatelanger Sanierung ist die wichtige Verbindung zwischen Breitem Weg und Gartenstraße am Mittwochnachmittag offiziell der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben worden. Zusammen mit Bürgermeister Dieter Sehm griff Anwohnerin Heidi Effenberger zur Schere, um das von Amtsdirektor Norbert Bartels gespannte rot-weiße Band zu durchschneiden.

Betonbelag abgelöst

Mit dem Ausbau im Rahmen der Stadtsanierung hat die Schulstraße auf etwa 200 Meter Länge eine in Ziesar bislang einmalige Fahrbahn aus geschnittenem Granitpflaster bekommen. Die Steine haben den aus DDR-Zeiten stammenden Betonbelag abgelöst. Kraftfahrer und Fußgänger nutzen die in den Farben Grau und Rot gehaltene Fahrbahn ab sofort als gemeinsame Verkehrsfläche. Deshalb ist die Schulstraße als verkehrsberuhigte Zone ausgeschildert. Gefahren werden darf dort nur mit Schrittgeschwindigkeit. Das Parken ist verboten. Nur zum Be- und Entladen ist das Halten erlaubt.

Bürgermeister Dieter Sehm spricht zu den Gästen der Straßeneinweihung. Quelle: Frank Bürstenbinder

Bürgermeister Sehm sprach den Baufirmen für ihre Arbeit und den Anwohnern für ihre Geduld seinen Dank aus. Kleinere Nacharbeiten wurden angekündigt. Unterschiedliche Breiten bei den Fugen würden sich im Toleranzbereich befinden. Entscheidend sei, dass die Fahrbahn ihre Funktion erfülle, sagte Walter Bitzer vom Sanierungsträger EWS der MAZ auf Nachfrage. Knapp 600 000 Euro hat die Stadt in das Projekt investiert. Neben dem eigentlichen Straßenbau wurden Trink- und Abwasseranlagen erneuert, Lampen aufgestellt und die Regenentwässerung installiert.

Letzte Straße im Sanierungsgebiet

Für die Tiebauarbeiten zeichnete die ortsansässige Firma Grigat Bau verantwortlich, die auf vielen Straßen in Ziesar ihre Spuren hinterlassen hat. Mit der Schulstraße hat die Kommune die letzte Straße im Sanierungsgebiet umfassend ausgebaut. Seit 1995 flossen rund 20 Millionen Euro in die Rekonstruktion der historischen Altstadt. Neben Straßen gab es Geld für öffentliche Bauten und Privathäuser. Wie von der Stadt und dem Sanierungsträger erhofft, haben sich viele Hausbesitzer nach dem Ausbau ihrer Straße für eine Verschönerung ihrer Fassaden, Dächer und Einfahrten entschieden.

Bautätigkeit geht weiter

Mit der Fertigstellung der Schulstraße kommt die Bautätigkeit jedoch nicht zum Stillstand. Noch in diesem Jahr wird es in der Bahnhofstraße weiter gehen, die sich nicht mehr im Sanierungsgebiet befindet. „Wir werden über die Jahre 2019/20 in zwei Bauabschnitte bauen“, informierte der Bürgermeister bei der Straßenübergabe. Mit Spannung erwartet wird die für Juni angesetzte Abstimmung im Landtag über die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Dieser Eigenanteil der Anlieger war eigentlich bei der Finanzierung eingeplant worden. Sollten die Beiträge abgeschafft werden, erhofft sich Ziesar eine Ausgleichszahlung durch das Land. In der Bahnhofstraße sollten sich die Grundstücksbesitzer mit zehn Prozent an den Baukosten beteiligen. Im Sanierungsgebiet werden keine Ausbaubeiträge erhoben.

Von Frank Bürstenbinder

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