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Ziesar Praxislernen an der Oberschule Ziesar
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Praxislernen an der Oberschule Ziesar
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16:36 20.06.2018
Leon Cierpka, Phoebe Joy Groß und Josephina Sophia Stingl (v. l.) aus der 7 b im Schulgarten. Quelle: Marion von Imhoff
Ziesar

Wohlfühlen im Einklang mit der Natur, diesen verheißungsvollen Titel trägt ein von der EU gefördertes Projekt, an dem noch bis Freitag die siebten und neunten Klassen der Oberschule Ziesar teilnehmen. Der Name ist Programm: Mit sichtlich viel Engagement und Freude über die Abwechslung verfolgen die in vier Gruppen aufgeteilten Schüler ihre Projektziele. Sie bauen rollende Sitzbänke für den Schulhof aus massivem Holz, mischen Ölessenzen für die Küche, bringen den von Hitze und Trockenheit gezeichneten Schulgarten in Schuss und kochen mit Kräutern. Gegen Mittag an diesem Tag geht ein Mädchen aus der Kochgruppe durch die Klassenräume mit einem Teller Brennnessel-Chips . Die kross gebratenen Blätter schmecken aromatischen nach Kräutern und finden tatsächlich überall erst skeptische, dann begeisterte Abnehmer.

Sitzmöbel für den Pausenhof der Oberschule

Derweil koordiniert eine Pädagogin die Arbeiten im Werkraum. Rund ein dutzend Schüler und eine Schülerin werkeln dort und schleifen und sägen Holz. Angeleitet werden sie von der Lehrerin für Wirtschaft-Arbeit-Technik, Ina Grunicke. „Ich bin da anspruchsvoll: Die ganzen Rundbänke auf dem Hof haben wir auch gebaut“, berichtet die studierte Maschinenbau-Ingenieurin. Die Vorarbeiten leistete ihr Vater, der früher Werklehrer war. Doch für die Schüler bleibt genug zu tun: Das Holz auf Länge schneiden, Griffe schleifen und sich eine Konstruktion für die Aufhängung der Räder überlegen.

Hier werkeln Siebt- und Neuntklässler der Oberschule Ziesar zusammen an einem Holzprojekt. Quelle: Marion von Imhoff

Ein Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz wird die Bänke später abnehmen und sie auf ihre Sicherheit prüfen. Die ältesten Eigenkonstruktionen auf dem Pausenhof sind acht Jahre alte Sitzgelegenheiten. „Die werden auch nicht zerstört“, sagt Katharina Vogt. Die selbst gebauten Bänke werden von den Kindern wert geschätzt.

Auch im Schulgarten, in dem am Freitag der Projektabschluss gefeiert wird, hantieren Jugendliche mit Gerätschaften. Sie bringen den Barfußpfad, das Weidenlabyrinth, den Teich und die Obstbäume wieder auf Vordermann. Auch dabei leiten die größeren Schüler die Jüngeren an.

Die Schüler fit machen für den regionalen Arbeitsmarkt

Kräuteröl und -salz mischt eine weitere Gruppe. Dort sind die Mädchen unter sich. „Wir haben viel Spaß und uns kaum gestritten“, sagt Vivien Rückert (13).

Ziel des Projektes ist es, die Gemeinschaft der Schüler zu stärken. Zugleich ist es ein Berufspraktikum in der eigenen Schule. Die meisten Schüler werden nach Einschätzung von Schulleiterin Katharina Vogt in handwerkliche Berufe streben. Regionale Handwerksfirmen würden Wert legen auf Geschick, Selbstständigkeit und soziale Umgangsformen, so Vogt. Auch deswegen sind hier Siebt- und die zwei Jahre älteren Neuntklässler gemeinsam am werkeln.

„Es ist sehr sinnvoll für die sozialen Kompetenzen, die Klassen bei dem Projekt gemeinsam arbeiten zu lassen: Die Kleinen lernen von den Großen und es ist ein respektvoller Umgang miteinander. Selbst über die sonst im Unterricht schwierigen Schüler gab es bisher keine Beschwerden. Das ist eine super tolle Geschichte und den Kindern macht es Spaß“, schwärmt die Rektorin. 330 Schüler besuchen die Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule Ziesar. Rund ein Drittel wechselt nach der zehnten Klasse auf ein Oberstufenzentrum, um das Abitur abzulegen. An dem Förderprojekt „Initiative Sekundarstufe I“, kurz Inisek, nimmt die Oberschule schon seit Jahren teil.

Von Marion von Imhoff

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