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Ziesar Tödlicher Crash: Unfallursache bleibt für immer unklar
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Tödlicher Crash: Unfallursache bleibt für immer unklar
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18:12 04.01.2019
Ein Schreckensbild vom Unfall am 12. Juli: Der verkeilte Audi unter dem Lastwagen. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Quelle: Christian Griebel
Wollin

Bei einem Unfall auf der Autobahn 2 zwischen Brandenburg und Wollin am 12. Juli 2018 ist ein 56 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Er war nachmittags mit seinem Audi auf der rechten Spur mit relativ hohem Tempo auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen aufgefahren.

Seine 54-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt, auch der Lastwagenfahrer bedurfte der ärztlichen Behandlung. Nach Angaben von Sigrid Komor, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam, ist das Ermittlungsverfahren mittlerweile eingestellt worden. „Es liegt kein Fremdverschulden vor“, so Komor.

Der Lastwagen war mit normalem Tempo auf der rechten Spur in Richtung Magdeburg unterwegs gewesen. Das zeigte die Untersuchung, es gab auch keinen Stau oder ein abruptes Abbremsen im Verkehrsfluss. Warum der Audifahrer letztendlich auf den Lastwagen auffuhr, „konnte nicht geklärt werden“, so Sigrid Komor. Auch ein unabhängiger Sachverständiger konnte kein Licht in die Ermittlungen bringen, warum der Audifahrer nach rechts in den Lkw hinein steuerte.

Der Unfall Unfall auf der Autobahn 2 zwischen Brandenburg an der Havel und Wollin. Quelle: Christian Griebel

Die Folgen waren fatal. Der Audi rutschte unter den Anhänger des Lastwagens und verkeilte sich nach Polizeiangaben dort. Beide Insassen wurden eingeklemmt. Notarzt und Rettungssanitäter eilten zum Einsatzort, ebenso die Berufsfeuerwehr Brandenburg, die für diesen Autobahnabschnitt zuständig ist. Die Feuerwehr-Leute mussten das Dach des Audis abtrennen, um an die Insassen heranzukommen. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Seine schwer, aber glücklicherweise nicht lebensbedrohlich verletzte Ehefrau kam mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Die Autobahn in Richtung Magdeburg war über Stunden gesperrt.

Eine Autobahn des Schreckens

Der heute 34 Jahre alte Sebastian Albert kam etwa zwei Minuten nach dem Zusammenstoß zur Unfallstelle. Er bekommt das Bild von der Unfallstelle seit dem nicht mehr aus dem Kopf. „Jetzt zum Jahreswechsel kommt alles wieder hoch und man fragt sich, wie es den Überlebenden geht.“ Für Sebastian Albert ist die A 2 angesichts der schweren Unfälle dort eine „Schreckensautobahn“. Fahrten auf der A 2 versucht er seitdem möglichst zu vermeiden und nimmt dafür lieber längere Touren über Landstraßen in Kauf.

Der IT-Referent arbeitete damals in Berlin und pendelte häufig in seine Heimatstadt Hannover. Die Strecke fuhr er oft.

„Es waren schon genügend Ersthelfer am Unfallort, es hatte sich schon eine Traube von Menschen um den Unfallwagen gebildet“, so beschloss Sebastian Albert weiterzufahren. Der Verkehr kam nur langsam an der Unfallstelle vorbei, überall lagen Trümmer herum.

Im Vorbeifahren erblickte der Hannoveraner den verunglückten Autofahrer, der noch eingeklemmt im Wrack saß mit geschlossenen Augen. „Ich konnte nur noch mit ansehen, dass für den Fahrer alle Hilfe zu spät kam. Kurz danach trafen auch schon Polizei und Feuerwehr ein.“

Von Marion von Imhoff

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