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Ziesar Trotz des Regens: Anradeln im Amt Ziesar ist nicht ins Wasser gefallen
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Trotz des Regens: Anradeln im Amt Ziesar ist nicht ins Wasser gefallen
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16:57 15.04.2019
Manfred Matthias (4. von rechts) vom gastgebenden Heimatverein Boecke begrüßt die Radler aus Wollin. Quelle: Silvia Zimmermann
Ziesar

Kalt und nass war es am Sonntag beim Anradeln nach Boecke. Nieselregen und kalter Wind als ständiger Wegbegleiter auf den Wegen nach Boecke. Trotz des kühlen Frühlingswetters kamen etwa 70 Radler aus vielen Orten nach Boecke angeradelt.

Gut verpackt in Regenkleidung machten sich die Radler aus Ziesar, Wollin, Glienecke, Neuehütten, Lütte, Niemegk, Bücknitz und Steinberg auf den Weg. Der Heimatverein Boecke war in diesem Jahr Gastgeber und hatte das Treffen gut vorbereitet. Es war das 7. Anradeln im Amt Ziesar.

Ralf Stephan aus Neuehütten, der den Radfahrerverein Germania 1908 vertrat, kam allein aus seinem Ort angeradelt. „Ich konnte keinen meiner Vereinsmitglieder überreden, nach Boecke mit zu radeln. Es war ihnen einfach zu kalt und zu nass“, bedauert Stephan.

Von Niemegk nach Boecke

Uli Pahl störte das Wetter nicht. Er ist Mitglied im Burgenradtour-Verein Niemegk. Er startete seine Radtour kurz vor Bad Belzig von Klein Glien aus und radelte 33 Kilometer bis Boecke. Die Strecke musste er auch wieder zurückfahren.

Auch Heinz Michael Landes aus Berlin gehört zu den Stammgästen beim Anradeln im Amt Ziesar. Er fuhr mit dem Zug bis Wiesenburg, dann mit seinem Rad den straßenbegleitenden Radweg bis Ziesar und schließlich auf der Landesstraße 93 bis nach Boecke.

Die Glienecker Fahrradfreunde, die bereits 2017 Gastgeber waren, wagten sich auch bei diesem nassen Wetter heraus. „Wir sind durch das Fiener Bruch bis zur Mühle in Viesen gefahren und von dort aus über den Kreuzweg ins Dorf“, berichten die Glienecker. Auch die Wolliner Radler, sie waren 2016 Gastgeber, kamen etwas nass und mit rotgefrorenen Nasen in Boecke an.

Manche fuhren mit dem Auto vor

Manfred Matthies vom Heimatverein begrüßte alle Ankömmlinge. Weil sie dabei sein wollten, aber das nasse Wetter scheuten, haben Besucher aus Gräben, Dretzen, Ziesar oder Mahlenzien mit dem Auto.

Im Dorfzentrum an der Kirche spielten die Burgmusikanten aus Ziesar auf. Ihre flotte Musik übertrug sich auf die Gäste, es wurde geschunkelt und sogar auf der Straße getanzt. Ein besonderes Ständchen von den Musikern gab es für Anita Matthies. Sie hatte Geburtstag und alle gratulierten ihr zum 79.

Die Frauen vom Heimatverein Boecke hatten im Dorfgemeinschaftshaus eine lange Kuchentafel aufgebaut. Auch Erbsensuppe und Gegrilltes, von Wilfried Kahle und seinen Helfern angeboten, schmeckten gut. Gefallen fand das selbstgebackene Brot, das in Form von Schmalzstullen von Udo Wernitz von der Interessengemeinschaft Backofen Emstal (Kloster Lehnin) verteilt wurde.

Tolle Stimmung unter den Radlern

Wernitz selbst schloss sich der kleinen Gruppe aus Ziesar an und radelte mit. „Es herrschte eine tolle Stimmung unter den Radlern“, freute sich Wernitz.

Die Köpernitzer Marian und Nadin Krüger rührten schon mal die Werbetrommel für 2020. „ Unser Dorf möchte im nächsten Jahr Gastgeber sein. Wir feiern unser 600-jähriges Bestehen und freuen uns auf viele Radler“, sagte Marian Krüger.

Am späten Nachmittag hörte der Regen endlich auf. Auch wenn sich die Boecker besseres Wetter gewünscht, wie Manfred Matthies sagte, waren die Mitglieder des Heimatvereins Boecke über die Resonanz beim 7. Anradeln zufrieden.

Von Silvia Zimmermann

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