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Potsdam-Mittelmark Zugang zum Herthasee gesichert
Lokales Potsdam-Mittelmark Zugang zum Herthasee gesichert
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21:25 20.01.2014
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Michendorf

Das sagte am Montag Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) auf Anfrage.

In der Vereinbarung sichert der Eigentümer zu, die beiden vorhandenen Wege entlang des Sees mit den Zugängen zur Teltower Straße und zum Caputher Weg zu dulden. Die Kommune erhält von ihm auch die Erlaubnis, den See samt der Uferbereiche zu sanieren. Damit ist der Konflikt um den Erhalt eines freien Zugangs zum See vom Tisch und ein Kauf der Waldflächen durch die Gemeinde nicht mehr notwendig.

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Wie berichtet, hatten die Gemeindevertreter im Oktober 2013 den Bürgermeister beauftragt, ein Vorkaufsrecht für die Waldflächen, die den See komplett umschließen, durchzusetzen. Zu der Zeit hatte die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) den Wald allerdings schon an einen Mann aus Treuenbrietzen verkauft. Die Gemeinde bekam erst danach Wind davon.

Vor allem Michendorfs Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP) sah Ungemach drohen, falls der neue Eigentümer Schonungen anlegen und einzäunen sollte. Mit einem Kauf der Forstfläche wollte sich die Gemeinde Gestaltungsmöglichkeiten offen halten, denn der Herthasee soll zu neuem Leben erweckt werden. Die Sanierung des Gewässers und seines Uferbereiches steht auf der Liste der Ausgleichsmaßnahmen, die für den Natureingriff beim Ausbau der A10 vorgenommen werden sollen. Baubeginn für die Autobahnerweiterung von sechs auf acht Spuren ist für das Frühjahr 2016 geplant.

Mit dem neuen Eigentümer hat sich Michendorf auch darauf verständigt, dass nach einer Renaturierung des Herthasees zusätzliche Wege durch die Gemeinde angelegt werden können, wenn diese die Verkehrssicherheitspflichten für die Pfade übernimmt.

Der See und der unmittelbare Uferbereich gehören der Kommune, deshalb wird das Abkommen mit dem neuen Eigentümer des Waldes, der den Tümpel umschließt, allgemein begrüßt. "Ich bin froh darüber, dass wir diese Lösung gefunden haben", sagte der Bürgermeister. Es sei immer besser, "sich mit dem Eigentümer zu einigen, als ein Vorkaufsrecht einzuklagen, ohne zu wissen, wie es ausgeht", so Mirbach.

In Konsequenz der neuen Entwicklung soll der Gemeindevertreter-Beschluss, ein Vorkaufsrecht für den Wald durchzusetzen, nun aufgehoben werden. Der Antrag dazu steht für die nächste Sitzung im Februar auf der Tagesordnung.

Von Jens Steglich

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