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Potsdam-Mittelmark Zunächst fallen Bäume im Stadtpark
Lokales Potsdam-Mittelmark Zunächst fallen Bäume im Stadtpark
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13:04 22.02.2018
Rund um das Himmel-Denkmal in Treuenbrietzen wird der Stadtpark saniert. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Im südlichen Stadtpark am Treuenbrietzener Pauckertring beginnen in den nächsten Tagen nun die ersten sichtbaren Arbeiten zur Sanierung des Bereiches zwischen Badeanstalt und Nieplitz sowie des Ehrenhaines.

„Noch vor Jahresfrist konnten wir dort bestimmte Untersuchungen wie die nach Höhlenbrütern abschließen“, sagte Bauamtsleiter Christoph Höhne am Montag gegenüber der MAZ. Da Experten keine Vorkommen solcher Vögel festgestellt hätten, könnten nun Fällarbeiten an bereits ausgewählten Bäumen erfolgen, kündigte der Ressortchef an. Bis zu 50 Bäume sollen weichen, um der Vegetation darunter eine Chance zu geben.

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Landschaftsarchitekt führt Regie

Im Zuge der Sanierungsarbeiten werden auch das Denkmal für den Komponisten Friedrich Heinrich Himmel (1765 - 1814) sowie die Gedenkstätte für die Toten verschiedener Kriege im Bereich des Ehrenhaines zur Jüterboger Straße hin und ferner der Parkzugang zwischen Badeanstalt und Schwanenteich saniert. Fachlich begleitet wird das Gesamtkonzept vom Büro des Bad Belziger Landschaftsarchitekten Gunnar Lange.

Auch im Ehrenhain werden einige Anlagen mit Fördergeld saniert. So die Gedenktafeln für Opfer des ersten Weltkrieg und die Säule zum Deutsch-Französischen Krieg. Quelle: Thomas Wachs

Möglich wurden die Arbeiten nur durch eine über lange Jahre angestrebte und inzwischen erfolgte Erweiterung des Sanierungsgebietes für die Altstadt. Dieses endete bislang nördlich der Nieplitz. So wie dort bereits geschehen, kann jetzt auch der letzte noch nicht sanierte Bereich des Parkes fast vollständig aus Zuschüssen der Städtebauförderung für die Altstadtsanierung hergerichtet werden.

Gedenkstätten verschiedener Kriege

Für die Arbeiten waren zuletzt Brutto-Baukosten von mehr als 520 000 Euro veranschlagt worden. Hinzu kommen Ausgaben für Planungsleistungen, womöglich nötige Untersuchungen zur Archäologie sowie für die Ausgleichspflanzungen.

Im Projekt enthalten ist auch der Umbau des Treppenbereiches zur sowjetischen Gedenkstätte an der Jüterboger Straße, dem Hauptzugang zur gesamten Anlage. Saniert werden auch die Gedenkstätte für Opfer des Ersten Weltkrieges sowie die marode Victoria-Säule, die an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnert.

Von Thomas Wachs

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